Conzzeta 2011: Dividende kräftig erhöht

Conzzeta-CEO Robert Suter.

Zürich – Der Mischkonzern Conzzeta hat Umsatz, Betriebsergebnis und Reingewinn gesteigert. Das Unternehmen schüttet aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums eine deutlich höhere Dividende aus. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bleibt verhalten, und negative Einflüsse werden nicht ausgeschlossen, wie Conzzeta mitteilt.

Die Schwankungen an den Währungsmärkten hätten im Jahr 2011 den Geschäftsverlauf deutlich beeinflusst, schreibt das Unternehmen. Der konsolidierte Nettoumsatz stieg um 7,2% auf 1,13 Mrd CHF. Bereinigt um Währungs-, Investitions- und Devestitionseffekte beträgt der Zuwachs hingegen 18%. Der EBIT kletterte um 8,7% auf 61,9 Mio. Die EBIT-Marge steigt leicht auf 5,4% verglichen mit 5,3% im Vorjahr. Auch der Reingewinn wuchs geringfügig um 1,2% und erreichte 52,1 Mio CHF.

Das Betriebsergebnis wurde durch einmalige Wertberichtigungen in Höhe von 6,4 Mio CHF belastet, die insbesondere aus der Restrukturierung des Bereichs Systeme für Glasbearbeitung stammen. Die Investitionen wurden im Jahr 2011 auf 40,1 Mio CHF fast verdoppelt.

Jubiläums-Dividende
Der Verwaltungsrat schlägt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums eine deutlich erhöhte Dividende von 217 CHF je Inhaberaktie bzw. 43,40 CHF je Namenaktie vor. Im Vorjahr hatte Conzzeta 40 bzw. 8 CHF ausgeschüttet. Gleichzeitig wird eine Sonderzuweisung von 15 Mio CHF an die Personalvorsorge zu deren finanzieller Stärkung vorgeschlagen.

Uneinheitliche Entwicklung in den Geschäftsfeldern
Die Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsfeldern des Unternehmens war uneinheitlich. Einen starken Anstieg verzeichnete der Bereich Systeme für Blechbearbeitung mit einem Umsatzplus von 22%. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 36%. Die Erholung war insbesondere in den USA spürbar, wo der Geschäftsbereich den Standort von New York nach Chicago verlegt. Auch Osteuropa und Südamerika verzeichneten Zuwächse, die Aktivitäten in Vietnam und Indien wurden ausgeweitet und in China wurde mit dem Aufbau eines zweiten Werks begonnen.

Grossauftrag aus der Solarindustrie treibt Ergebnis bei Automationssystemen
Das kräftigste Wachstum erzielte Automationssysteme mit einem Anstieg in Schweizer Franken von 24% und in Landeswährung von plus 44%. Hier machte sich ein einmaliger Grossauftrag aus der Solarindustrie bemerkbar. Der Bereich soll sich weiter auf die Branchen alternative Energien, Medizinprodukte und Automobilindustrie fokussieren, schreibt das Unternehmen. Leicht zulegen konnte auch der Bereich Grafische Beschichtungen mit einem Wachstum von 3,3%.

Einbussen verzeichnete der Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung mit einem Umsatzrückgang um 10% und in Lokalwährung um 2%. Das schwache Baugeschäft und der starke Franken belasteten das Ergebnis. Das Unternehmen sah sich gezwungen den Gebäudeglaszuschnitt am schweizerischen Standort Bützberg aufzugeben. Hier wird eine Zusammenarbeit mit der Firma Hegla angestrebt. Zudem wird die Herstellung von VSG-Anlagen in Deutschland von Gunzenhausen an den Standort Neuhausen-Hamberg verlagert.

Währungsbereinigt starkes Wachstum mit Mammut-Sportartikeln
Auch die Bereiche Schaumstoffe (-2,6%)und Sportartikel (-4,7%) verzeichneten Rückgänge beim Umsatz, währungsbereinigt wurde jedoch ein Wachstum verzeichnet. Mammut erzielte in Deutschland, dem umsatzstärksten Markt der Marke, ein zweistelliges Wachstum. Auch die Ausweitung der Mono-Brand-Stores habe sich positiv ausgewirkt. Die Erträge aus dem Immobiliengeschäft blieben stabil.

Zurückhaltender Ausblick
Das Management sieht für das Geschäftsjahr 2012 weiter schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die insbesondere die Exportwirtschaft belasten würden. Zuverlässige Prognosen seien aufgrund der beinahe täglich schwankenden Stimmung an den Finanzmärkten nicht zu machen. Insgesamt bleibt Conzzeta bei der Lagebeurteilung sehr zurückhaltend und schliesst negative Einflüsse auf die Konzernrechnung nicht aus.

Zudem werde die Restrukturierung im Geschäftsbereich Systeme für Glasbearbeitung das Ergebnis belasten. Das Unternehmen rechnet im Jahr 2012 mit weiteren Kosten von rund 12 Mio CHF.  (awp/mc/pg)

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