Conzzeta veräussert Schmid Rhyner an deutsche Spezialchemiegruppe Altana

Michael Willome
Conzzeta-CEO Michael Willome. (Foto: Conzzeta)

Zürich – Der Mischkonzern Conzzeta macht mit dem Ausverkauf vorwärts. Das Unternehmen veräussert den Geschäftsbereich Schmid Rhyner an die deutsche Spezialchemiegruppe Altana. Einen Verkaufspreis für das Geschäft mit grafischen Beschichtungen nannte Conzzeta in der Mitteilung vom Freitag nicht.

Das traditionsreiche Zürcher Unternehmen hatte Anfang Monat eine strategische Kehrtwende gemacht und beschlossen, sein Dasein als Mischkonzern aufzugeben. Bis auf die Blechbearbeitungssparte Bystronic wurden alle Sparten zum Verkauf gestellt. Der Fokus soll künftig gänzlich auf das Geschäft mit Maschinen für die Blechbearbeitung gelegt werden. Käufer suchte Conzzeta seither also für das Schaumstoffgeschäft (FoamPartner) und das Geschäft mit grafischen Beschichtungen (Schmid Rhyner) sowie für die Outdoor-Sparte mit der Marke Mammut.

Jahresumsatz von 54 Mio Franken
Als erste Sparte kommt nun Schmid Rhyner unter den Hammer, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 54 Millionen Franken erzielte. Schmid Rhyner ist spezialisiert auf die Druckveredelung mit UV- und wasserbasierten Grundlacken, Überdrucklacken und Laminierklebstoffen. Im Verlauf der letzten Jahre hat die Sparte eine neue digitale Lacktechnologie mit neuartigen haptischen Effekten für die Druck- und Verpackungsindustrie entwickelt.

Conzzeta-Chef: „Idealer Partner“
„Altana ist der ideale Partner“, erklärte Conzzeta-Chef Michael Willome im Communiqué: „Mit dem komplementären Produktangebot und dem globalen Marktzugang bietet Actega den Mitarbeitenden von Schmid Rhyner die bestmöglichen Perspektiven.“ Nach der erfolgreichen Neupositionierung im Verlauf der letzten Jahre vom Akzidenzdruck hin zum Verpackungsdruck sei die Zeit reif für das nächste Kapitel.

Bei Altana werde Schmid Rhyner in den Geschäftsbereich Actega integriert. Actega entwickelt und produziert Speziallacke, Druckfarben, Klebstoffe und Dichtungsmassen mit Fokus auf die Verpackungs- und Druckindustrie und Kunststoffverbindungen für die Gesundheitsindustrie. Actega verfüge über eine globale Präsenz und habe 2018 einen Umsatz von 353 Millionen Euro gemacht. Das entspreche einem Umsatzanteil von 15,3 Prozent der ganzen Altana Gruppe, hiess es.

„Mit der Übernahme stärken wir unsere Kompetenzen im Bereich der Überdrucklacke“, erklärte Actega-Chef Thorsten Kröller: „Wir erschliessen damit neue Märkte und Anwendungen insbesondere bei flexiblen Verpackungen und im Digitaldruck.“ (awp/mc/pg)

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