Conzzeta verzeichnet 2020 deutlich tieferen Umsatz

Michael Willome
Conzzeta-CEO Michael Willome. (Foto: Conzzeta)

Zürich – Die Conzzeta-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 deutlich weniger Umsatz erzielt als im Jahr davor. Nebst dem konjunkturellen Gegenwind durch die Corona-Pandemie sind dafür auch Devestitionen verantwortlich. Die Erholung vom dritten Quartal hat sich allerdings im vierten fortgesetzt.

Der Umsatz sank um 18,4 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken, wie die künftig auf Maschinen für die Blechbearbeitung fokussierte Gruppe am Mittwoch mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse ergab sich auf vergleichbarer Basis ein Minus von 10,4 Prozent. Mit diesem Umsatz wurden die Markterwartungen leicht übertroffen.

Die im dritten Quartal eingeleitete Erholung hat sich im vierten Quartal fortgesetzt bzw. gar noch leicht verstärkt. Nach neun Monaten resultierte noch ein organisches Umsatzminus von 11,8 Prozent.

Umsatzwachstum vom dritten zum vierten Quartal
Die im August in Aussicht gestellte Belebung der Kundenaktivitäten gegenüber dem pandemiebedingt schwachen ersten Halbjahr habe sich auch im vierten Quartal bestätigt, schreibt denn auch das Unternehmen. So habe etwa der Auftragseingang in der künftig verbleibenden Sparte Bystronic über dem Niveau des vierten Quartals 2019 gelegen, ebenso der Umsatz des Geschäftsbereichs FoamPartner.

Sequentiell gesehen, also im Vergleich zum dritten Quartal, zogen die Umsätze insgesamt im vierten um knapp 15 Prozent an, der Auftragseingang von Bystronic gar um über 23 Prozent. Im noch zum Verkauf stehenden Outdoor-Bereich mit der Marke Mammut konnte der negative Umsatzeffekt durch die erneuten Schliessungen der Verkaufsflächen mit weiteren Fortschritten in den digitalen Kanälen weitgehend aufgefangen werden.

Gewinnprognose erhöht
Mit Blick auf den Gewinn im Gesamtjahr wurde der bisherige Ausblick erhöht. Demnach wird ein operativer Gewinn (EBIT) im Bereich von 75 bis 80 Millionen Franken erwartet, wobei hier ein Sondergewinn aus der Veräusserung des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner von gut 47 Millionen enthalten ist. Bisher wurde lediglich ein Betriebsergebnis im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich in Aussicht gestellt, inklusive Veräusserungsgewinn.

Das detaillierte Jahresergebnis wird die Gruppe am 16. März 2021 vorlegen.

Conzzeta befand sich 2020 in einem Übergangsjahr. Das traditionsreiche Zürcher Unternehmen will sich bekanntlich künftig einzig auf die Sparte Bystronic fokussieren, welche Maschinen zur Bleichbearbeitung herstellt. Nachdem der Verkauf von FoamPartner im November besiegelt wurde, steht nun nur noch die Devestition der Sparte Outdoor mit Mammut an. Für den Verkauf dieser unter Naturfreunden gut bekannten Marke will sich Conzzeta aber Zeit lassen. Konkret hiess es dazu an einem Investorentag im November, dass Mammut bis Mitte 2021 verkauft sein sollte, vorbehältlich der Marktverfassung.

Conzzeta schreibt dazu, dass die Transformation mit der Fokussierung auf Bystronic wie geplant voranschreite. Die Kommunikation weiterer Umsetzungsschritte soll anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im März erfolgen. (awp/mc/pg)

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