Corona-Selbsttests: Weko interveniert wegen Preisabsprachen

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Bern – Die Wettbewerbskommission (Weko) hat wegen möglicher Preisabsprachen bei Covid-19-Selbsttests ein Verfahren gegen drei Vertriebshändler eröffnet. Diese sollen einen Konkurrenten unter Druck gesetzt haben.

Man sei vor wenigen Tagen darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass auf den Konkurrenten Druck ausgeübt worden sei, die Preise der Covid-19-Selbsttests der Marken Joinstar, Hotgen und Lysun auf das gleiche Niveau wie seine Konkurrenten zu erhöhen. Dies teilte die Weko am Donnerstag mit. Deshalb sei eine Vorabklärung gegen das Unternehmen Techcompany GmbH sowie zwei weitere Unternehmen eröffnet worden. Diese drei Vertriebshändler vertreiben die Produkte an Apotheken und Labore.

Man rechne mit dem Abschluss der Vorabklärungen ins drei bis neun Monaten, hiess es bei der Weko auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Vorabklärung zielten darauf ab, den Stand der Dinge abzuklären und das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit zu bestimmen. Laut Weko richten sich die Vorabklärungen nicht gegen das Unternehmen Aristos International GmbH, welches den Fall gemeldet habe. Der Abrechnungsmechanismus der Tests sei beim BAG in Abklärung, hiess es bei der Weko weiter.

Offensive nach Ostern
Die Test-Offensive des Bundesrats sieht vor, dass ab dem 7. April jede Person in der Schweiz pro Monat fünf solcher Selbsttests kostenlos beziehen kann. In einem ersten Schritt dürften diese aber nur von den Apotheken abgegeben werden, hiess es am vergangenen Wochenende beim BAG.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Tests für alle Personen in der Schweiz zur Verfügung stehen und kostenlos abgegeben werden können. Ob und wann der Verkauf von Selbsttests auch im Detailhandel erlaubt werden könne, konnte das BAG zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. (awp/mc/ps)

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