Cosmo will Rechtsitz nach Luxemburg und Konzernsitz nach Irland verlegen

Alessandro Della Chà
Alessandro Della Chà, CEO Cosmo Pharmaceuticals SA. (Foto: Cosmo)

Cosmo-CEO Alessandro Della Chà. (Foto: Cosmo)

Lainate – Das italienische, an der Schweizer Börse kotierte Pharmaunternehmen Cosmo will den Firmensitz verlegen. Der Rechtssitz soll nach Luxemburg transferiert werden, um das dortige Rechtsumfeld zu nutzen und um gleichzeitig eine reibungslose Weiterführung des Aktienhandels an der SIX Swiss Exchange sicherzustellen. Gleichzeitig soll der Konzernsitz nach Irland verlegt werden, wo eine neue Produktionsstätte gebaut werden soll. Diese genösse die Unterstützung durch die Regierungsinstitutionen, teilt Cosmo am Mittwoch mit. Überdies zeichne sich Irland durch ein pharmafreundliches Umfeld aus mit einem grossen Pool an Fachkräften.

Die Aktivitäten in den bereits bestehenden Fabrikationsstätten im italienischen Lainate seien von den Änderungen nicht tangiert und die Verlegung der Sitze werde keine Auswirkungen auf die bestehende Beschäftigung haben.

Aktientausch
Die Aktien in Cosmo Pharmaceuticals SpA sollen automatisch ersetzt werden durch Aktien von Cosmo Pharmaceuticals SA. Die geplanten Änderungen bedürfen allerdings noch der Zustimmung durch die Aktionäre.

Aktionäre von Firmen, welche den Sitz ins Ausland verlegen, haben gemäss der italienischem Gesetzgebung das Recht, ihre Aktien der Firma zurückzugeben. Sie können die Aktien zum Durchschnittspreis der letzten sechs Monate bis zum Datum der Einladung zur Aktionärsversammlung der Firma andienen.

Die Aktionäre werden deshalb an der Generalversammlung eine Limite für die maximale Gesamtzahl der zurückzukaufenden Aktien beschliessen. Darüber hinaus werden sie zu befinden haben, ob sie dem CEO das Recht geben, einen maximalen Abschlag zwischen dem Marktpreis und dem Durchschnittspreis über die vergangenen sechs Monate festzulegen. Würden diese Schwellen überschritten, so würde die Sitzverschiebung nicht durchgeführt.

Der genaue Durchschnittspreis und die beantragte Schwelle sollen mindestens 15 Tage vor der Aktionärsversammlung publiziert werden.

Transaktion wertschöpfend
Die Sitzverlegung sei ein wichtiger Schritt und werde Cosmo die Flexibilität grosser multinationaler Unternehmen geben, wird in der Mitteilung CEO Alessandro Della Cha zitiert. Cosmo könne so in einem Land expandieren, das die Pharmaindustrie unterstütze. Er bezeichnet diese strategische Transaktion deshalb als wertschöpfend und geht entsprechend von der Unterstützung durch die Aktionäre aus. Eine Rückgabe der Aktien biete keinen Vorteil, zum einen wegen der sehr guten Perspektiven von Cosmo und zum anderen wegen des Andienungsprozederes.

Die vorsichtige Festlegung der Schwellenwerte sowohl des maximal akzeptierten Rückzahlungsbetrags als auch des Abschlags sollten die Rückgaben limitieren, ebenso die Tatsache, dass die andienenden Aktionäre erst sechs Monate nach der Andienung bezahlt werden sollen. (awp/mc/ps)

 

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