Credit Suisse ZEW Indikator: Weiterer Anstieg um 7,8 auf 39,4 Punkte

Konjunktur CH

Zürich – Die Erwartungshaltung von Ökonomen und Analysten bezüglich des Verlaufs der Schweizer Konjunktur in den kommenden sechs Monaten hat sich im Dezember 2013 weiter verbessert. Der von der Credit Suisse (CS) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete ZEW-Indikator stieg um 7,8 auf +39,4 Punkte. Damit verzeichnete der Indikator den sechsten Monat in Folge einen Anstieg und erreicht erneut den höchsten Stand seit Mai 2010 (40,5 Punkte).

Der Anteil der Analysten, die auf 6-Monats-Sicht mit einer Verbesserung der Wirtschaftsbedingungen rechnen, ist im Berichtsmonat um 2,7 auf 44,1 Punkte gestiegen. Eine Verschlechterung der Konjunktur in der Schweiz erwarten neu noch 4,7% der Befragen (-5,1). Der Anteil der Analysten, die im nächsten halben Jahr mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Situation rechnen, liegt derweil mit 51,2% leicht höher. Der ZEW-Indikator ergibt sich aus dem Saldo der Antworten «Verbessern» und «Verschlechtern» (44,1 minus 5,1 = 39,4).

Anhaltend positive Beurteilung der Konjunktur
Die (gegenwärtige) Wirtschaftslage wurde nach einem temporären Dämpfer im Vormonat im Dezember wieder so gut wie im Oktober beurteilt, was auf eine anhaltend positive Beurteilung der Schweizer Konjunktur hindeute, wie es in der Begründung der CS-Ökonomen heisst. Zwar beurteilen 47,6% der Analysten die wirtschaftliche Lage in der Eurozone weiterhin als schlecht und kein einziger Befragter befindet die aktuelle Situation dort für «gut», jedoch sind die Aussichten dennoch vielversprechend: 76,2% der Umfrageteilnehmer rechnen mit einer Verbesserung des Konjunkturklimas in der Eurozone.

Eine wachsende Zahl von Umfrageteilnehmern (37,2% nach 26,9%) prognostiziert, dass die Teuerung in der Schweiz in den nächsten sechs Monaten anziehen wird. Die grosse Mehrheit geht allerdings nach wie vor von einer unveränderten Inflationsrate aus. Deutlicher fällt hingegen der Anstieg der Inflationserwartungen für die Eurozone und die USA aus.

Keine Veränderung vom EUR/CHF-Wechselkurs
Analog zu den steigenden Inflationserwartungen sehen 67,5% der befragten Analysten die langfristigen Zinsen in der Schweiz ebenfalls weiter steigen. An ihren Prognosen zum EUR/CHF-Wechselkurs für die nächsten sechs Monate halten die Analysten derweil unverändert fest. Eine Mehrheit von 71,4% geht nach wie vor davon aus, dass das Währungspaar auf dem gegenwärtigen Kursniveau bleiben wird.

Bezüglich Aktienmärkte sind die Umfrageteilnehmer aufgrund der Tapering-Erwartungen etwas pessimistischer geworden. Der Saldo, der die Erwartungen der Analysten für den Schweizer Aktienmarkt darstellt, sank im Dezember den zweiten Monat in Folge auf 38,6 Punkte, im Dezember allein waren es -15,5 Punkte.

Die Umfrage wurde vom 2. bis 13. Dezember durchgeführt, wobei sich 44 Analysten daran beteiligten. (awp/mc/ps)

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