CS-CFA-Indikator trübt sich im August ein

CS-CFA-Indikator trübt sich im August ein
(Bild: Schlierner / Adobe Stock)

Zürich – Die Stimmung von Finanzanalysten mit Blick auf den Schweizer Konjunkturverlauf in den kommenden sechs Monaten hat sich im August deutlich eingetrübt. Verantwortlich dafür sind vor allem gesenkte Wachstumsaussichten für die wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Zudem erwartet bereits jeder zweite befragte Börsenprofi eine Zinssenkung in der Schweiz.

Der sogenannte CS-CFA-Society-Switzerland-Indikator, der die Erwartungen der Experten misst, ist auf -37,5 Punkte gefallen von -24,0 Punkten im Juli. Damit befinde sich der Wert wieder auf einem ähnlichen Stand wie zu Jahresbeginn, teilte die Credit Suisse am Mittwoch mit.

Pessimismus bezüglich konjunktureller Entwicklung
Die Analysten schätzen zwar die Schweizer Exportdynamik und Arbeitslosenrate ähnlich ein wie schon im Vormonat, wie aus dem Communiqué hervorging. Aber sie blicken nun pessimistischer auf die konjunkturelle Entwicklung. Dies dürfte insbesondere auf die tieferen Wachstumserwartungen der Analysten für die bedeutendsten Handelspartner der Schweiz zurückzuführen sein, hiess es.

Auch die Kursentwicklungen an den internationalen Börsen beurteilen die Finanzprofis verhaltener als noch im Vormonat. Weiteres Aufwärtspotenzial attestieren sie dagegen den Schweizer Titeln, weil derzeit einige Analysten lieber in defensivere Werte investierten. Die überwiegende Mehrheit halte Schweizer Aktien für derzeit fair bewertet.

Frankenaufwertung erwartet
Im Zeichen der aktuellen geopolitischen Krisen profitieren nicht nur defensive Aktien, sondern auch der Schweizer Franken vom Ruf als sicheren Hafen. Der Anteil der Befragten, die eine Aufwertung der Schweizer Währung gegenüber dem Euro und Dollar erwarten, ist denn auch markant in die Höhe geschnellt.

Die Hälfte der Befragten sieht den fairen Euro-Franken-Wechselkurs unterhalb von 1,10 Franken. Jeder zweite rechnet zudem inzwischen mit einer Zinssenkung in der Schweiz. Die letzten Entscheide der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten auf eine Lockerung hingedeutet. Das dürfte auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) unter Zugzwang setzen.

An der aktuellen Umfrage, die vom 12. bis 20. August durchgeführt wurde, beteiligten sich 25 Analysten. (awp/mc/pg)

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