CS-CFA-Indikator verschlechtert sich im Mai

Konjunktur
(Bild: Fotolia/metamorworks)

Zürich – Die Stimmung von Ökonomen und Analysten mit Blick auf den Schweizer Konjunkturverlauf in den kommenden sechs Monaten hat sich im Mai wieder etwas verschlechtert, vor allem wegen China. Eine Trendwende bleibe aber in Reichweite, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Credit Suisse.

Der sogenannte CS-CFA-Society-Switzerland-Indikator, der die Erwartungen der Experten misst, liegt mit -14,3 Punkten weiterhin im negativen Bereich aber immer noch klar über dem Stand vom März. Im April hatte er noch bei -7,7 gelegen und im März bei -26,9 Punkten.

Konjunkturelle Aussichten für China stark eingetrübt
Stark eingetrübt hätten sich die konjunkturellen Aussichten für China, was die Credit Suisse auf die weitere Eskalation der Handelsstreitigkeiten mit den USA zurückführt. Deutlich verschlechtert habe sich aber auch der Ausblick für die Eurozone. Eine grosse Mehrheit gehe hier zwar noch immer von einer unveränderten Lage aus, mittlerweile prognostiziere aber ein Viertel der Befragten eine weitere Verlangsamung der konjunkturellen Erholung.

Da die Schweizer Wirtschaft stark vom Export geprägt sei, widerspiegelten sich die verdüsterten Aussichten für China und die Eurozone auch in den Erwartungen für die mittelfristige Exportdynamik. Knapp die Hälfte der Ökonomen geht von einer Verlangsamung in den kommenden Monaten aus.

Aktienmärkte leiden unter US-chinesischem Handelskonflikt
Das Thema China und USA belaste zudem das Marktsentiment, so die Bank. Habe im März und April trotz des Kursrally der globalen Aktienmärkte noch ein Konsens bestanden, dass die Aktienmärkte weiteres Aufwärtspotential hätten, rechne nun im Mai nur noch gut ein Drittel mit weiter steigenden Aktienkursen. Dafür hat angesichts der Atom-Konflikts zwischen den USA und Iran die Chance auf steigende Ölpreise laut der Umfrage zugenommen.

In einer Sonderfrage wurden auch die Einschätzungen der Experten bezüglich der Bewertung des Franken/Euro-Kurses eingeholt. Die Mehrheit der Analysten sieht den Franken derzeit als fair bewertet an.

An der aktuellen Umfrage, die vom 13. bis 23. Mai durchgeführt wurde, beteiligten sich 28 Analysten. (awp/mc/pg)

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