Der Schweizer Stellenmarkt im 1. Quartal im Hoch

Arbeitslosigkeit
(Foto: PHOTOPRESS/Martin Ruetschi)

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Zürich – Die Schweizer Wirtschaft sucht Personal – und das so intensiv wie schon lange nicht mehr. Der Adecco Swiss Job Market Index (ASJMI), der regelmässig von der Universität Zürich erhoben wird, durchbricht alle Rekordlinien. Im letzten Quartal steigt der Index um 10 Prozent an. Verglichen mit dem Vorjahrsquartal liegt der Anstieg sogar bei 21 Prozent. Der Index erreicht damit das neue Allzeithoch von 118 Punkten. Die Stellenangebote steigen in allen Regionen und für alle Berufe – auch in jenen Regionen und Berufsfeldern, die zuletzt stagniert haben. Dabei ist nicht nur das normale saisonale Frühlingserwachen Grund für den Anstieg. Dafür ist der Zuwachs zu stark.

Die gute Stimmung auf dem Stellenmarkt betrifft alle Regionen, wie Adecco Schweiz in einer Mitteilung schreibt. Insbesondere in der Zentralschweiz (+24%) und in der Nordwestschweiz (+18%) werden im Vergleich zum Vorquartal deutlich mehr Stellen ausgeschrieben. Für die starke Zunahme in der Zentralschweiz ist vor allem der zuletzt lahmende industrielle und gewerbliche Sektor verantwortlich. Aber auch das Gastgewerbe sucht deutlich mehr Personal, während in der Nordwestschweiz die Zunahme breit abgestützt ist und insbesondere auch in den Büroberufen und im sozialen Bereich deutlich mehr Leute gesucht werden. Weniger markant, aber trotzdem positiv ist die Entwicklung im Grossraum Zürich (+8%), in der Ostschweiz (+7%), in der Genferseeregion (+6%) und im Espace Mittelland (+5%).

Im Vorjahresvergleich eine noch deutlich höhere Nachfrage
Im Ganzjahresvergleich mit dem März 2013 ist der Zuwachs über alle Regionen hinweg noch frappanter. Es schwingt ebenfalls die Zentralschweiz mit einer Zunahme um insgesamt 34 Prozent deutlich oben aus. Doch auch in allen anderen Regionen werden im ersten Quartal 2014 deutlich mehr Stellen ausgeschrieben als vor einem Jahr: so im Grossraum Zürich (+24%), in der Nordwestschweiz (+22%), in der Ostschweiz (+20%) im Espace Mittelland (+16%) und in der Genferseeregion (+14%).

Aufwärtstrend breit abgestützt
Dringend gesucht ist Personal in allen Berufsfeldern, am stärksten im Bereich Gastgewerbe und persönliche Dienstleistungen (+20%): Nach der hartnäckigen Stagnation 2013 wird nun auch in Gastgewerbebetrieben wieder mehr Personal gesucht. Ähnliches gilt für die Berufe in Büro und Verwaltung (+19%), aber auch Managementpositionen (+18%). Diese beiden Bereiche zeigen denn auch den grössten Jahreszuwachs (+30, respektive +31%). Ein weiteres Indiz für die breite Abstützung des Aufwärtstrends ist die Zunahme des Stellenangebots in den industriellen und baugewerblichen Berufen (+19%): hier ergänzen sich saisonale Effekte (insbesondere im Bau) mit einer konjunkturellen Erholung, sodass ein Jahreszuwachs von 18% resultiert.

Bescheidener, aber an sich immer noch kräftig ist der Quartalszuwachs in den medizinischen und sozialen Dienstleistungen (+8%), in Technik und Informatik (+5%) sowie in Verkauf und Marketing (+4%). In allen drei Bereichen war aber der Zuwachs in den vorangegangenen Quartalen überdurchschnittlich gross, sodass auch hier im Vergleich zum März 2013 mit einem Plus zwischen 18 und 20 Prozent markant intensiver nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesucht wird.

Expansion auf allen Kanälen
Im ersten Quartal 2014 sind in der Presse 46 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als Ende 2013, wobei sich der Presseindex seit Langem auf sehr tiefem Niveau bewegt. Dass es sich dabei in erster Linie um einen saisonalen Effekt handelt, zeigt der Vorjahresvergleich: Da resultiert trotz der Quartalszunahme ein Minus von 5 Prozent. Das Stellenangebot nimmt hingegen auf Unternehmenswebsites und auf Onlinestellenportalen um 9 bzw. 8 Prozent zu. Im Vergleich mit dem Vorjahr werden im Frühling 2014 deutlich mehr Inserate auf Onlinestellenportalen ausgeschrieben (+30%), während die Zunahme auf den Unternehmenswebsites 18 Prozent beträgt. (Adecco/mc/pg)

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