Dufry erhält von EU-Kommission grünes Licht für WDF-Übernahme

Julían Díaz
Dufry-CEO Julían Díaz.

Dufry-CEO Julían Díaz.

Basel – Der Reisedetailhändler Dufry hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme der italienischen World Duty Free (WDF) erhalten. Beide Unternehmen seien zwar im internationalen Reise-Detailhandel tätig – gleichermassen hauptsächlich in Europa, Nordamerika und Asien, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Die Akquisition gebe aber keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken; dies angesichts der moderaten gemeinsamen Markstellung, einem weiterhin starken Wettbewerb sowie der Einschränkungen bei der Preisgestaltung durch die Flughafenbetreiber.

Wie Dufry in der Nacht auf Freitag mitteilte, hat der Konzern damit die vorbehaltlose Bewilligung für die Transaktion in allen relevanten Märkten erhalten, in denen die Übernahme gemeldet werden musste. Entsprechend werde jetzt das Closing der Transaktion durchgeführt. Weitere Informationen dazu sollen zu gegebener Zeit kommuniziert werden.

Übernahme von Benetton-Familie
Dufry hatte im März den 50,1%-Anteil der Benetton-Familie an WDF übernommen und den Abschluss der Übernahme für das dritte Quartal 2015 erwartet. Nach Abschluss solle ein Pflichtangebot für die restlichen 49,9% der WDF-Anteile nach italienischem Recht starten, hiess es Ende Juli. Die Integration von WDF in Dufry wiederum solle innert 18 bis 24 Monaten abgeschlossen werden. CEO Juliàn Diaz sagte damals bereits, dass das Portfolio von WDF sehr komplementär zu demjenigen von Dufry sei. (awp/mc/ps)

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