Einkaufsmanager-Index fällt unter Wachstumsschwelle von 50 Punkten

Konjunktur
(Foto: Minerva Studio - Fotolia.com)

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Zürich – Der Schweizer Einkaufsmanager-Index (PMI, saisonbereinigt) ist im März 2013 gegenüber dem Vormonat um 2,5 Punkte gesunken auf den Stand von 48,3 Zählern. Damit ist der Index erstmals seit Dezember wieder unter die Wachstumsschwelle von 50-Punkten gefallen. Der Wert lag damit unter den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert im Bereich von 50,3 bis 51,0 Punkten prognostiziert.

Die Wirren um das Rettungspaket für Zypern sowie der Patt bei den italienischen Wahlen sorgten auch bei Schweizer Unternehmen für Verunsicherung, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Index wird von der Grossbank Credit Suisse in Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management procure.ch herausgegeben.

Unternehmen agieren im Einkauf mit äusserster Vorsicht
Die zuvor rege Produktionsdynamik wurde im März gestoppt; die entsprechende Subkomponente gab um 8 Punkte nach und schloss mit 49 Zählern knapp unterhalb der Wachstumsschwelle. Zudem agierten die Unternehmen im Einkauf mit äusserster Vorsicht. Die Einkaufsmenge sei verringert und die Einkaufslager seien beschleunigt abgebaut worden. Die Subkomponente «Einkaufsmenge» gab 3,4 Punkte auf 45,5 Zähler nach, «Lager Einkauf» erreichte durch ein erneutes Absinken um 2,5 Punkte wieder einen Stand wie in der Rezession 2009 (42 Zähler). Die Skepsis der Unternehmen hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage wurde durch eine leichte Verringerung des Auftragsbestandes genährt. Die Subkomponente, welche den Auftragsbestand widerspiegelt, rutschte im März aus der Wachstumszone auf 48,8 Zähler (-1,6 Punkte).

Trend zur mittelfristigen Erholung nicht in Gefahr
Die Ökonomen der CS gehen davon aus, dass das jüngste Aufflackern der Krise zwar noch eine Weile andauern wird, der Trend zur mittelfristigen Erholung in der Eurozone dadurch aber nicht in Gefahr ist. Zahlreiche Unternehmen würden diese Zuversicht offenbar teilen. Zumindest, wenn deren Personalentscheide als Indikator hinsichtlich der mittelfristigen Entwicklung angesehen würden. Im März ist der Subindikator «Beschäftigung» erneut angestiegen und erreichte mit 49,4 Zählern beinahe die Wachstumszone und den höchsten Stand seit September 2011. (awp/mc/pg)

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