Einkaufsmanagerindex der Schweizer KMU wegen Sommerloch rückläufig

Konjunktur Schweiz

St. Gallen – Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz blicken zwar weiter optimistisch in die Zukunft. Allerdings schätzen sie die Wachstumsdynamik für den Monat Juli aufgrund von saisonalen Effekten weniger stark ein als im Vormonat, wie das von Raiffeisen Schweiz erhobene KMU-Konjunkturbarometer zeigte.

Auf 49,2 Punkten notierte der sogenannte Raiffeisen KMU PMI im Juli nämlich. Damit schloss er erstmals seit seiner Einführung knapp unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Viele der befragten Unternehmen hätten als Begründung hierfür aber auf die Sommerferienzeit verwiesen, in der «die Geschäftstätigkeit naturgemäss einen Gang zurückschaltet», hiess es in der Mitteilung.

Wie die Raiffeisen erklärt, werden saisonale Muster wie diese bei vielen anderen Konjunkturindikatoren bereinigt, um die Aussagekraft der Daten zu erhöhen. Der KMU PMI bestehe jedoch erst seit März 2018. Daher reiche die Datenbasis für eine Saisonbereinigung noch bis nächstes Jahr nicht aus.

Das saisonale Verhalten anderer Konjunkturdaten liefere indes eine Indikation dafür, dass der KMU PMI bereinigt ebenfalls nach wie vor deutlich über der Expansionsschwelle liegen würde. Ebenfalls hierfür spreche die Entwicklung der Umfragekomponente Einkaufslager. Diese sei praktisch unverändert auf hohem Niveau geblieben, während die meisten anderen Komponenten rückläufig waren.

Einkaufslager bleiben gut gefüllt
Obwohl sich die Aufträge im Juli verringert hätten, blieben die Einkaufslager also gut gefüllt, was darauf hindeute, dass die Unternehmen weiterhin mit einer robusten Nachfrage rechneten.

Das Fazit lautet somit: Am grundsätzlich positiven Ausblick für die globale Konjunktur und die Schweizer Wirtschaft hat sich nichts geändert. Nach der Sommerferienzeit ist daher mit einem Wiederanstieg des KMU PMI zu rechnen, so die Ökonomen der Raiffeisen.

Im Bezug auf den Handelsstreit zwischen den USA und ihren Handelspartnern heisst es ausserdem, dass dieser die Schweizer KMU kaum betreffen dürfte, solange kein eigentlicher Handelskrieg ausbricht. (awp/mc/ps)

Raiffeisen

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