Elma hält Umsatz 2025 in volatilem Umfeld stabil

Elma hält Umsatz 2025 in volatilem Umfeld stabil
Elma-CEO Thomas Herrmann. (Bild: Elma)

Wetzikon – Der Elektronikkomponenten-Hersteller Elma Electronics schaut auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 zurück. Einflüsse wie Währungsschwankungen, der US-Regierungsshutdown im Schlussquartal oder auch die geopolitischen Spannungen hätten ihre Spuren hinterlassen. Nicht zuletzt wegen der volatilen Rahmenbedingungen verzichtet das Unternehmen auf einen konkreten Ausblick.

Im Gesamtjahr hielt Elma den Umsatz mit 176 Millionen Franken in etwa stabil. Währungsbereinigt hätte sich ein Plus von 2 Prozent ergeben, wie Elma am Freitag in einer Mitteilung schreibt.

Besser sah es dagegen beim Bestellungseingang und beim Auftragsbestand aus. So legte der Bestelleingang um 20,5 Prozent auf 184 Millionen Franken zu, der Auftragsbestand lag mit 139,4 Millionen um knapp 4 Millionen über dem Vorjahreswert. Die höheren Bestellungen seien vor allem auf die hohe Nachfrage nach Systemlösungen im Verteidigungsbereich zurückzuführen. Dabei legten die Bestellungen in allen drei Regionen zu.

Weniger profitabel
Derweil haben Transformationskosten – vor allem in der Region Europe im Zusammenhang mit dem Bauprojekt in der Schweiz und dem Neubau in Rumänien sowie nicht aktivierbare Investitionen in Infrastruktur und Maschinenpark in allen Regionen – dazu geführt, dass die Profitabilität tiefer ausfiel als im Vorjahr. Das EBITDA belief sich auf 9,4 Millionen Franken (VJ 14,8 Mio.) und das EBIT lag bei 6,1 Millionen und die entsprechende Marge bei 3,5 Prozent. Zum Vergleich: 2024 hatte der EBIT bei 11,7 Millionen und die Marge bei 6,6 Prozent gelegen.

Angesichts der «unbefriedigenden Profitabilität in der Region Americas, der weiterhin angespannten Marktaussichten in der Region Europa sowie der nach wie vor sehr schwierigen Wechselkurskonstellationen wird Elma den bereits eingeleiteten Transformationsprozess beschleunigen», kündigt das Unternehmen an. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Komplexität der Organisation zu reduzieren und die Vorteile des neuen Fertigungszentrums in Rumänien maximal zu nutzen.

Ziel sei es, den operativen Aufwand im laufenden Jahr um rund 4 Millionen Franken zu senken. Diese Massnahmen umfassen unter anderem auch den Abbau von Stellen. An den betroffenen Standorten würden die gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahren eingeleitet.

Die Aktionärinnen und Aktionäre soll trotz der in naher Zukunft anstehenden Investitionen in den Industrie-Campus Wetzikon, in den Produktionsstandort Rumänien und in das Geschäftswachstum eine gehaltene Dividende von 2,00 Franken erhalten.

Kein konkreter Ausblick
Wie gewohnt gibt das Elma-Management keine konkrete Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf. Die globale politische und ökonomische Entwicklung für das Jahr 2026 sei nur bedingt abschätzbar. Trotz des konjunkturellen Gegenwinds in der Industrie starte Elma aber mit einem robusten Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2026. (awp/mc/pg)

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