Elma glückt 2010 Rückkehr auf Wachstumspfad

Stephan Bürgin

Elma-CEO Stephan Bürgin.

Zürich – Der Elektrogehäusehersteller Elma ist positiv ins neue Jahr gestartet und hat die Verkaufszahlen im ersten Quartal deutlich gesteigert. Weiterhin eine Herausforderung stellt jedoch die schwierige Währungssituation aufgrund des starken Frankens dar. Dank der konjunkturellen Erholung in Europa und Amerika sowie der Wachstumsbeschleunigung in Asien rechnet das Unternehmen aber im angelaufenen Geschäftsjahr mit einer Verbesserung der operativen Ergebnisse.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 6,2% auf 32,5 Mio CHF. Währungsbereinigt hätte das Wachstum gar 18% betragen. Der Bestellungseingang blieb mit einem leichten Anstieg um 0,9% auf 32,6 Mio mehr oder weniger stabil auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt ergab sich jedoch eine Verbesserung von gut 12%, teilte das Elektronik-Unternehmens am Mittwoch mit.

14% mehr Bestellungen in Americas
Die anhaltende Abschwächung von US-Dollar und Euro gegenüber dem Franken habe auch im ersten Quartal 2011 grosse Auswirkungen gehabt. In der Region Americas sank der Umsatz um 3,1% (währungsbereinigt: +11%), während in Europe eine Steigerung um knapp 20% (+28%) zu verzeichnen war. Asia entwickelte sich leicht rückläufig, war doch gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 2,6% (+12%) zu verzeichnen. In Bezug auf den Bestellungseingang ergibt sich laut Mitteilung folgendes Bild: Americas stieg um knapp 14% (+30%), derweil in Europe ein Rückgang um 13% (-6,6%) resultierte. In Asia nahmen die Bestellungen dagegen um knapp 14% zu (+30%).

Konjunkturerholung belebt Nachfrage
Am Vorabend hatte Elma ebenfalls das Jahresergebnis 2010 veröffentlicht. Demnach betrug der Betriebsgewinn 3,31 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 2,48 Mio CHF im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 1,71 Mio CHF. Der Verlust im Vorjahr hatte bei 3,75 Mio CHF gelegen. Die Vorjahreszahlen wurden zudem wegen der Umstellung auf Swiss GAAP FER angepasst. Die weltweit einsetzende Konjunkturerholung habe zu einer Belebung der Nachfrage nach den Produkten, Systemlösungen und Dienstleistungen der Gruppe geführt, hiess es am Dienstag. Die Verbesserung der Kostenstruktur dank frühzeitig eingeleiteter Sparmassnahmen sowie die Optimierung interner Prozesse hätten sich positiv auf Betriebsergebnis und Margen ausgewirkt.

Starker Franken verursacht Verlust von 1 Mio Franken
Per Ende 2010 wies Elma eine Bilanzsumme von 66,4 Mio CHF aus. Die Eigenkapitalquote ging wegen der Abschwächung des Dollars auf 29,0% zurück, nach 29,6% im Vorjahr. Nebst Investitionen in Sach- und Immaterielle Anlagen im Umfang von 1,2 Mio CHF wurde die Nettoverschuldung im Berichtsjahr um 3,4 Mio auf 18,4 Mio CHF abgebaut. Das Unternehmen konnte Währungsrisiken im Berichtszeitraum teilweise absichern, trotzdem habe ein Verlust von 1 Mio CHF aufgrund des starken Frankens resultiert, erklärte CFO Edwin Wild an der Bilanzmedienkonferenz vom Mittwoch.

China wächst stark
Auch im laufenden Jahr sieht sich das Unternehmen weiter auf dem Wachstumspfad. «Wir sehen eine konjunkturelle Erholung in den Märkten Americas und EMEA und eine massive Wachstumsbeschleunigung im asiatischen Markt», erklärte CEO Stephan Bürgin an der Bilanzmedienkonferenz. Vor allem in China habe sich das Wachstum stark beschleunigt.

Umsatz in Asien verdoppelt
«In Asien hat sich unser Umsatz 2010 verdoppelt und wir sehen im abgelaufenen ersten Quartal 2011 eine Fortsetzung dieses Trends», so Bürgin weiter. Asien und insbesondere China seien die Wachstumsmärkte der Zukunft, ist der Firmenchef überzeugt. 2011 wolle man sich weiter auf die Kostenoptimierung in allen Regionen konzentrieren, so Bürgin weiter. Ein weiterer Schwerpunkt werde auf die operationelle Verbesserung hinsichtlich der Prozesse und Durchlaufzeiten gelegt.

Mittelfristige Ziele bestätigt
Bestätigt wurden zudem die mittelfristigen Ziele. So strebt der Elektrokonzern einen Umsatz von 200 Mio CHF und eine EBIT-Mage in «guten» Jahren von 8 bis 12% an. Weiteres Ziel sei die Erreichung einer Eigenkapitalquote von 50%. «Das Umsatzziel von 200 Mio CHF könnten wir in etwa fünf Jahren erreichen, je nach der Entwicklung der Währungssituation sowie des Wachstums in Asien auch früher», erklärte VR-Präsident Martin Wipfli. Anleger zeigen sich indes unbeeindruckt vom Zahlenkranz, die Aktie notiert gegen 12.50 Uhr unverändert bei 435 CHF. Gehandelt wurden bisher 8 Stück, bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen von 40 Transaktionen. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert derweil 0,46% im Plus. (awp/mc/upd/ss)

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