Endress+Hauser mit weiterem Rekordgewinn

Matthias Altendorf
Matthias Altendorf, CEO Endress+Hauser. (Foto: E+H)

Matthias Altendorf, CEO Endress+Hauser. (Foto: E+H)

Basel – Die weltweit in der Prozess- und Automatisierungstechnik tätige Endress+Hauser-Gruppe (E+H) hat 2014 ihr fünftes Rekordergebnis in Folge verbuchen können: Der Gewinn stieg um 2,3% auf 192 Mio EUR. Für 2015 dürfte eine weitere Bestmarke schwierig werden.

Der neue E+H-Chef Matthias Altendorf zeigte sich am Dienstag in Basel zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn das Familienunternehmen mit Sitz in Reinach BL letztes Jahr nicht alle Ziele erreicht habe. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte habe die 1953 gegründete Firma jedoch mehr als die Hälfte ihres Umsatzes ausserhalb von Europa erzielt, sagte Altendorf vor den Medien.

Umsatz 11 % höher
Insgesamt konnte E+H den Umsatz namentlich auch durch Akquisitionen um 11% auf 2,013 Mrd EUR steigern. Organisch wurde ein Plus von 6,4% erzielt, was nur leicht über dem Marktwachstum liegt. Währungseffekte drückten den Umsatz um 1,1%, wie Finanzchef Luc Schultheiss sagte. Besonders stark war das Wachstum in den USA, wo E+H um 17,7% auf 437 Mio EUR zulegen konnte. In Europa betrug das Wachstum mit 997 Mio 8%.

Der Betriebsaufwand stieg stärker als der Umsatz um rund 14% auf 1,77 Mrd EUR. Grösster Posten war dabei der Personalaufwand, der um 11,8% auf 759 Mio anstieg. Weltweit beschäftigte die Gruppe mit 127 Gesellschaften in 46 Ländern per Ende 2014 insgesamt 12’435 Mitarbeitende. Das entspricht einer Zunahme um 4,3%.

Mehr Angestellte auch in der Schweiz
In der trinationalen Region Basel erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden um 172 auf 5’091. In der Schweiz standen Ende letztes Jahres 1’559 Angestellte auf der Lohnliste des Unternehmens, 53 mehr als ein Jahr zuvor. Im laufenden Jahr will die Gruppe rund 600 neue Stellen schaffen, wie es an der Bilanzmedienkonferenz hiess.

Wieder steigende Investitionen
Während E+H bei Umsatz und Gewinn neue Rekordwerte registrieren konnte, musste beim Betriebsergebnis (EBIT) ein Rückgang um 3,2% auf 268 Mio EUR verbucht werden. Die Umsatzrendite schrumpfte um 1,3 Punkte auf 13,6%. Die in den letzten Jahren stark angestiegenen Investitionen hat E+H letztes Jahr von 130 auf 126 Mio EUR reduziert. Im laufenden Jahr sollen sie aber wieder auf 179 Miosteigen. Grösstes Projekt ist der Ausbau des Produktionszentrums für Durchflussmesstechnik in Reinach für fast 70 Mio.

Im laufenden Jahr will E+H den Umsatz um 10% auf 2,2 Mrd EUR steigern. Dieses Ziel habe sich das Unternehmen allerdings vor der Freigabe des Frankenkurses durch die Nationalbank gesetzt. Die Folgen davon seien für E+H noch nicht richtig fassbar, hiess es. Es seien jedoch keine Massnahmen geplant.

Obwohl die Wechselkurse laut Verwaltungsratspräsident Michael Ziesemer insgesamt für E+H arbeiten, sei die Gruppe «sehr verhalten» ins laufende Jahr gestartet. Auch in den drei wichtigsten Märkten Deutschland, China und USA liege die Gruppe noch deutlich hinter ihren Zielen zurück. Für das Gesamtjahr geht E+H von tieferen Margen und einem tieferen Gewinn aus. (awp/mc/pg)

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