Ertragsbilanz-Überschuss 2010 bei 86 Mrd CHF

Aussenhandel erholt sich 2010 deutlich vom Einbruch 2009.

Zürich – Die Erholung von der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zeigt sich in der Zahlungsbilanz 2010. Der Ertragsbilanzüberschuss der Schweiz stieg um 25 Mrd auf 86 Mrd CHF. Dies entsprach 16% des Bruttoinlandproduktes. Bestimmend für den Anstieg seien die Nettoerträge aus den Direktinvestitionen gewesen, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Freitag mit.

Während die verbesserte Ertragslage der Tochterunternehmen im Ausland zu höheren Einnahmen aus Direktinvestitionen geführt habe, seien die entsprechenden Ausgaben – d.h. die Erträge auf ausländischen Direktinvestitionen in der Schweiz – zurückgegangen.

Aussenhandel von Einbruch 2009 erholt
Der Aussenhandel habe sich vom Einbruch des Vorjahres erholt. Im Warenhandel stiegen die Einnahmen aus den Exporten trotz des starken Frankens um 7% auf 193,5 Mrd CHF. Ein Jahr zuvor hatten sie das grösste Export-Minus erlitten, seit 1947 erstmals eine Ertragsbilanz für die Schweiz erstellt wurde. Die Exporte der Metallindustrie, die im Vorjahr besonders stark eingebrochen waren, erholten sich am deutlichsten (+21%). Die Ausgaben für Importe wuchsen mit 9% auf 174 Mrd CHF stärker als die Einnahmen aus den Exporten. (awp/mc/ps)

Schweizerische Nationalbank (SNB)

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