Feintool: Gewinn im weitergeführten Geschäft

Heinz Loosli

Feintool-CEO Heinz Loosli.

Lyss – Die Industriegruppe Feintool hat im Kurzjahr 2011 (1.10.-31.12.) mit den weitergeführten Geschäftsteilen einen Gewinn von 2,2 Mio CHF erzielt. In der vergleichbaren Periode des Vorjahres belief sich der Gewinn auf 0,8 Mio CHF, wie das Lysser Unternehmen mitteilte. Für die nicht mehr weitergeführten respektive veräusserten Bereiche Plastic/Metal Components, Nietmaschinen (BalTec) und Automationskomponenten (Afag) weist Feintool einen Gewinn von 0,4 Mio nach 0,7 Mio CHF aus. Total ergibt dies einen Reingewinn von 2,6 Mio nach 1,5 Mio.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wird mit 5,1 Mio nach 3,4 Mio angegeben. Dabei habe die Umstellung des Geschäftsjahres einmalige Aufwendungen in der Höhe von 0,8 Mio verursacht. Der Bruttogewinn wuchs auf 35,3 Mio von 30,0 Mio. Der Feintool-Gruppe gelang damit eine Steigerung der EBIT-Marge auf 5,0% (Vj 3,7%) bzw. der EBITDA-Marge auf 8,9% (8,0%).

Alle Bereiche tragen zum Ergebnisanstieg bei
Zum Ergebnisanstieg hätten alle Bereiche einen Beitrag geleistet, heisst es. Das Komponentengeschäft System Parts konnte den EBIT trotz der Startkosten für den neuen Produktionsbetrieb in China erhöhen und trug 3,7 Mio bei. Derweil steigerte das Pressengeschäft Fineblanking Technology dank einer «sehr guten» Auslastung den EBIT auf 2,8 Mio. Die IMA Automation erzielte bei einer Marge von 8,4% einen EBIT von 1,4 Mio.

Kräftiger Umsatzanstieg
Wie bereits Ende Januar mitgeteilt, ist der Umsatz der Feintool-Gruppe im Kurzjahr um 11% auf 101 Mio CHF und der Auftragseingang um 4,6% auf 100 Mio gestiegen. Währungsbereinigt lagen die entsprechenden Wachstumsraten bei +16% und +9,1%. Der Auftragsbestand blieb im Vergleich zu Ende September mit 186 Mio praktisch konstant, gegenüber Ende 2010 ergab sich ein Plus von 28%.

Eigenkapitalquote bei knapp 40 %
Die Vermögens- und Finanzlage bleibe mit einer Eigenkapitalquote von 39,6% weiterhin solide. Die erstmalige Erfassung der versicherungstechnischen Verluste der Pensionskasse gemäss den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) habe aber einen Rückgang um 6,6 Prozentpunkte verursacht. Die Nettoverschuldung sank per Ende Jahr 36,3 Mio CHF, wozu im Wesentlichen die Veräusserung des ehemaligen Mühlemann-Produktionsgebäudes in Biberist beigetragen habe.

Leichte Normalisierung der Branchenkonjunktur erwartet
Feintool rechnet trotz einer teils zurückhaltenden Erwartung im Industriefeld mit einer leichten Normalisierung der Branchenkonjunktur und bleibt dennoch optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt die Gruppe den im vergangenen November gemachten Ausblick. Sie rechnet mit einem Umsatz zwischen 350 und 390 Mio CHF sowie einer EBIT-Marge zwischen 4 und 6%. Im letzten vollen Geschäftsjahr 2010/11 hatte Feintool einen Umsatz von rund 360 Mio sowie eine EBIT-Marge von knapp 5% erzielt.

Feintool publiziert die Zahlen für den kurzen Zeitraum von einem Quartal, da das Unternehmen per 2012 das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr angepasst hat. (awp/mc/pg)

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