Feintool steigert Umsatz deutlich, schreibt aber weniger Gewinn

Feintool steigert Umsatz deutlich, schreibt aber weniger Gewinn
(Bild: Feintool)

Lyss – Der Metallverarbeiter Feintool hat im Geschäftsjahr 2022 auch dank der Übernahme von Kienle + Spiess den Umsatz kräftig gesteigert. Wegen höheren Kosten und Auslagen für die Integration ging der Gewinn allerdings zurück und die Dividende wurde gekürzt. Gestützt auf einen hohen Bestellungseingang zeigt sich das Unternehmen mit Blick nach vorne optimistisch.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um 46 Prozent auf 861 Millionen Franken, wie die Industriegruppe am Dienstag mitteilte. Dabei steuerte die für 10 Monate konsolidierte Kienle + Spiess 218 Millionen zum Ertrag bei. Organisch wuchs die Gruppe auch dank Preiserhöhungen um 15,6 Prozent.

Erschwerend hätten sich im vergangenen Jahr die hohen Energiepreise sowie die höheren Kosten für Transporte und Personal ausgewirkt, so die Meldung. Auch die die Entwicklung des Stahlpreises habe die Geschäfte belastet.

Gewinnrückgang
Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT ging um fast einen Viertel auf 26,7 Millionen Franken zurück. Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte resultierte ein EBIT von 20,3 Millionen, was einer Marge von 2,4 Prozent entspricht. Unter dem Strich kam der Reingewinn bei 16,5 Millionen Franken zu liegen nach 19,2 Millionen im Vorjahr.

Den Aktionären wird eine Dividende von 0,34 Franken vorgeschlagen. Im Vorjahr waren noch 1,00 Franken je Aktie ausgeschüttet worden, allerdings wurde in der Zwischenzeit eine Kapitalerhöhung mit fast 10 Millionen neuen Aktien durchgeführt.

Mit dem Zahlenkranz hat Feintool die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen und bei den Gewinnzahlen weitgehend erfüllt.

Rekord beim Auftragseingang
Für das Gesamtjahr 2023 zeigt sich Feintool optimistisch. So liege der Auftragseingang im Teilegeschäft per Ende Jahr auf einem Rekordniveau, heisst es. Die Gruppe werde die Transformation weiter vorantreiben und in Zukunftsmärkte wie Elektromobilität und Wasserstoff-Technologie investieren.

Im laufenden Jahr peilt die Gruppe einen Umsatz von rund 900 Millionen Franken an. Unter Ausschluss von Einmaleffekten wird zudem mit einem EBITDA zwischen 85 und 95 Millionen und einem EBIT zwischen 25 und 30 Millionen Franken gerechnet. (awp/mc/ps)

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