Feintool steigert Umsatz in Q1 um 9 %

Heinz Loosli

Lyss – Feintool hat im ersten Quartal 2012 den Umsatz und den Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Auftragseingang nahm dagegen leicht ab. Aufgrund des guten Starts ins laufende Jahr bestätigt die im Anlagenbau und im Komponentengeschäft tätige Gruppe ihre Ziele für 2012.

Man habe im ersten Quartal weiterhin von der positiven Entwicklung in der Automobilbranche sowie von der starken Marktstellung profitiert, schreibt Feintool. Das unmittelbar von den Autoherstellern abhängige Geschäft mit der Serienherstellung von Präzisionskomponenten (System Parts) erzielte eine Umsatzsteigerung von rund 9% auf 65,2 Mio CHF.

Plus in der Automationstechnik – Minus bei Fineblanking Technology
Das Segment Automationstechnik (Automation) erhöhte den Umsatz gar um 36% auf 14,3 Mio CHF. Darin enthalten sind auch die Umsätze der per 31. März 2012 verkauften IMA Berlin. Eine Umsatzabnahme von 37% auf 22,9 Mio CHF verbuchte dagegen das Investitionsgütersegment Fineblanking Technology. Das Unternehmen begründet den Rückgang damit, dass wegen Investitionen in neue Pressen und Anlagen für das Teilegeschäft im Berichtszeitraum die internen Aufträge weggefallen sind.

Insgesamt steigerte die Gruppe den Umsatz um knapp 9% auf 98,8 Mio CHF.

Etwas tieferer Auftragseingang
Der Auftragseingang nahm dagegen leicht um 1,3% auf 98,2 Mio CHF ab. Dabei verzeichnete das Segment Automation eine Abnahme der Aufträge um 30% auf 12,7 Mio CHF. Auch wenn ein Quartal im Investitionsgütergeschäft häufig starken Schwankungen unterworfen sei, spüre Feintool in gewissen Regionen bei den Kunden aus diesem Segment eine gewisse Zurückhaltung bei Investitionsentscheiden, schreibt die Gesellschaft. Das Segment Fineblanking Technology weist ebenfalls eine Auftragsabnahme um 2,3% auf 26,6 Mio CHF auf. Nach Abzug der unternehmensinternen Umsätze reduzierte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr allerdings um 23% auf 19,6 Mio CHF. Dagegen verzeichnete System Parts eine Zunahme um 18% auf 66,0 Mio CHF.

Auftragsbestand 14 % höher
Der Auftragsbestand stieg gegenüber der Vorjahresperiode um insgesamt 14% auf 171,2 Mio CHF. Dabei würden alle Segmente höhere Werte als vor zwölf Monaten aufweisen, schreibt Feintool. Die Reichweite des Auftragsbestandes beträgt im Segment Fineblanking Technology nach wie vor sechs bis acht Monate, im Bereich Automation beinahe ein Jahr.

Zuversicht für das laufende Geschäftsjahr
Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich die Gruppe zuversichtlich. Feintool sei gut ins laufende Jahr gestartet, heisst es in der Mitteilung. Man erwarte somit entsprechend der letzten Prognosen (ohne die Effekte aus dem Erwerb der Herzing+Schroth Gruppe) für 2012 einen Konzernumsatz von 350 bis 390 Mio CHF und eine EBIT-Marge zwischen 4 und 6%. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.