Firmenich steigert Umsatz und kreiert Düfte mit KI

Gilbert Ghostine
Firmenich-CEO Gilbert Ghostine. (Foto: Firmenich)

Genf – Firmenich hat den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr erneut gesteigert. Dennoch ging der bereinigte operative Gewinn leicht zurück. Zusätzlich gelang es Firmenich als erstes Unternehmen weltweit, einen Duft mithilfe von KI zu kreieren.

Der Umsatz des Genfer Aromen- und Parfumherstellers Firmenich stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 4,7 Prozent auf 4,27 Milliarden Franken. Gleichzeitig sank der bereinigte Gewinn auf Stufe EBITDA um 5,0 Prozent auf 816 Millionen Franken.

Lässt man die Wechselkursschwankungen ausser Acht, sank der bereinigte Gewinn lediglich um 1,1 Prozent. Trotzdem erreichte Firmenich seine Ziele für das Geschäftsjahr 2020/21 nicht, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Pandemie schuld
Als Grund für den rückläufigen Gewinn nannte Firmenich neben den Wechselkursschwankungen die Coronapandemie. Nach wie vor sei die Nachfrage in Luxusparfümerien nicht so gross wie vor der Coronakrise. Immerhin: «Bei den Luxusparfüms haben wir im vierten Quartal wieder das Vorkrisenniveau erreicht», sagte Finanzchef Benoit Fouilland am Freitag gegenüber AWP. Trotzdem seien die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020/21 nicht erreicht worden.

Ein weiterer Grund für die tiefere Rentabilität sei die im Mai 2020 getätigte Übernahme der Firma «Les Dérivés Résiniques et Terpéniques» (DRT), die im Bereich Pflanzenchemie tätig ist. Auch auf diesem Markt gäbe es noch Luft nach oben. «Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, DRT wieder auf das Rentabilitätsniveau der Firmenich-Gruppe zu bringen», sagte Fouilland.

Der Anstieg der Rohstoffpreise habe in diesem Geschäftsjahr gemäss Fouilland derweil einen «ziemlich geringen» Einfluss gehabt. Firmenich rechnet aber damit, dass sich dies 2022 ändern wird. Es sei deshalb wichtig, die Margen zu schützen. In diesem Geschäftsjahr sank die Marge um drei Prozentpunkte auf 19,1 Prozent.

Mit KI Düfte kreieren
Bessere Zahlen für das neue Geschäftsjahr erhofft sich Firmenich auch aufgrund einer kürzlich präsentierten «Weltpremiere». Im vergangenen Geschäftsjahr stellte Firmenich einen ersten Duft und ein erstes Aroma mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) her.

In diesem Zusammenhang lancierte das Familienunternehmen im Juni die Plattform Scentmate. Mithilfe von KI und Automatisierung können Kundinnen und Kunden so ihre eigenen Düfte kreieren, wie es in der Mitteilung heisst. Vorteile von Scentmate seien, dass auch kleinere Bestellmengen möglich seien. (awp/mc/pg)

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