Forbo 2013: Umsatz stabil bei 1,20 Mrd CHF

This E. Schneider

This E. Schneider, CEO und VR-Delgierter Forbo AG.

Baar – Der Bodenbelag- und Klebstoffhersteller Forbo hat im Geschäftsjahr 2013 den Umsatz des Vorjahres in etwa gehalten. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereiche nahm indes klar zu, entsprechend soll auch die Dividende erhöht werden. Für das angelaufene Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine leichte Steigerung der Ergebnisse.

Der Umsatz wurde mit 1,20 Mrd CHF stabil gehalten, in Lokalwährungen (LW) ergab sich ein Plus von 0,3%. Der Bereich Flooring Systems erreichte einen praktisch unveränderten Umsatz von 873,5 Mio, wobei sich in LW ein Minus von 0,4% ergab. Der Bereich Movement Systems ging in Franken um 0,3% auf 326,2 Mio zurück, in LW zogen die Verkäufe dagegen um 2,4% an. Nach einem ersten Semester mit leicht rückläufigem Umsatz, sei dieser im zweiten Semester wieder etwas gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der um die Einführung von IAS 19 angepasste EBIT legte um 7,6% auf 135,7 Mio CHF zu und die entsprechende EBIT-Marge um 0,8 Prozentpunkte auf 11,3%. Der Reingewinn aus dem fortzuführenden Geschäft zog um 14,7% auf 110,2 Mio an, der ausgewiesene Reingewinn schliesslich lag bei 117,6 Mio und damit deutlich unter dem Vorjahr.

Neues Aktienrückkaufprogramm
Im Vorjahr wurde allerdings der Reingewinn von einem ausserordentlichen Ertrag in der Höhe von 73,1 Mio CHF aus dem Verkauf der Aktivität der Industrieklebstoffe sowie von Pensionsplan-Umstellungen in den Niederlanden positiv beeinflusst. Im prozentualen Vergleich dazu wurde dies in den heutigen Zahlen ausgeklammert. Überdies wurden die Vorjahreszahlen im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IAS 19 leicht angepasst. Das Konzernergebnis 2013 profitierte dafür von einem positiven Finanzergebnis von 5,2 Mio, nachdem im Vorjahr hier noch ein Minus von 5,5 Mio angefallen war.

Mit den Zahlen hat das Unterhemen die Markterwartungen beim Umsatz in etwa erreicht, beim Gewinn dagegen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,20 Mrd, für den EBIT bei 119,5 Mio und für den Reingewinn bei 94,6 Mio CHF.

Die Dividende soll auf 14 CHF pro Aktie von 12 CHF im Vorjahr erhöht werden und erneut als steuerbefreite Ausschüttung von Reserven aus den Kapitaleinlagen erfolgen. Weiter wird zu handen der Generalversammlung (GV) beantragt, dass die bisher auf der zweiten Handelslinie zurückgekauften eigenen Aktien vernichtet werden. Darüber hinaus soll die GV ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10% des Aktienkapitals bewilligen. Diese Aktien sollen ebenfalls zwecks Kapitalherabsetzung vernichtet werden.

Für 2014 leichtes Wachstum und etwas höherer Gewinn erwartet
Das Umfeld im Geschäftsjahr 2013 sei anspruchsvoll und heterogen gewesen, dennoch habe man sich gut behauptet, schreibt Forbo. Die Einführung von neuen, ertragsstarken Produkten, die Erschliessung neuer Märkte ausserhalb des öffentlichen Bereichs sowie weitere Produktivitätssteigerungen hätten zu einer deutlich höheren Ertragskraft geführt. Sowohl die Brutto- als auch die Betriebsgewinnmarge seien in beiden Geschäftsbereichen deutlich gesteigert worden. Der grössere Bereich Flooring Systems hat den Rückgang der Nachfrage im öffentlichen Bereich sowie in gewissen europäischen Märkten mit der Erschliessung neuer Marktsegmente weitgehend kompensiert.

Weiter gibt das Unternehmen bekannt, dass Claudia Coninx-Kaczynski neu in den Verwaltungsrat gewählt werden soll. Der Rückzug des bisherigen VR-Präsidenten Albert Gnägi wegen Erreichens der reglementarischen Altersgrenze wurde bereits vor einem Jahr kommuniziert. Für ihn soll der bisherige CEO This Schneider als exekutiver Präsident des Verwaltungsrates in das Gremium gewählt werden. Als neuer CEO ist der Deutsche Stephan Bauer vorgesehen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 erwartet Forbo gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung von Umsatz und Konzernergebnis, dies unter der Voraussetzung, dass sich das aktuelle Umfeld nicht signifikant verändert, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Währungen und der Rohmaterialpreise. Insgesamt sei von einem leicht besseren, wenn auch stark heterogenen wirtschaftlichen Umfeld auszugehen. (awp/mc/upd/ps)

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