Frankenstärke: Bucher lässt länger arbeiten

Bucher-CEO Philip Mosimann.

Bern – Die Industriefirma Bucher reagiert auf den starken Franken mit längeren Arbeitszeiten: Die rund 470 Angestellten der Werke in Neuheim ZG und Frutigen BE müssen ab 1. August pro Woche zweieinhalb Stunden länger arbeiten – bei gleichem Lohn.

Vorerst sei nur die Sparte Hydraulics betroffen, sagte Bucher-Sprecherin Vanessa Oelz am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sie bestätigte eine Vorabmeldung der Sendung «10vor10» im Schweizer Fernsehen. Im Bereich Kommunalfahrzeuge prüfe Bucher die gleiche Massnahme ebenfalls.

«Kurzfristiges Mittel»
Die längeren Arbeitszeiten seien «ein kurzfristiges Mittel, um gegenüber dem Druck des Euros Linderung zu erreichen», sagte Bucher-Chef Philip Mosimann im Interview mit «10vor10». 23% Währungseinbruch könne eine Firma nicht so schnell auffangen. Bucher wolle frühzeitig reagieren, um eine Verlagerung der Arbeitsplätze zu verhindern. Im ersten Quartal 2011 verzeichnete die Industriegruppe Bucher eine Umsatzsteigerung um 13% auf 537 Mio CHF. Der Auftragsbestand hatte sich um 27% auf 720 Mio erhöht. Der hohe Auftragsbestand zu Beginn des Jahres habe zu Umsatzsteigerungen in allen Divisionen beigetragen, schrieb das Unternehmen Ende April. Ende des ersten Quartals 2011 beschäftigte Bucher Industries insgesamt 8’344 Mitarbeitende. (awp/mc/ps)

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