Galenica steigert Umsatz 2014 um 1,7% auf 3,42 Mrd Franken

Etienne Jornod
Etienne Jornod, exekutiver Verwaltungsratspräsident Galenica. (Foto: Galencia)

Etienne Jornod, exekutiver Verwaltungsratspräsident Galenica. (Foto: Galencia)

Bern – Der Pharma- und Apothekenkonzern Galenica ist im Geschäftsjahr 2014 weiter gewachsen. Die Gewinnguidance für 2014 wird bestätigt. Das Management geht damit unverändert von einer erneuten Steigerung des Reingewinns der Gruppe auf vergleichbarer Basis sowohl vor als auch nach Abzug von Minderheiten aus.

Der konsolidierte Nettoumsatz erhöhte sich um 1,7% auf 3,42 Mrd CHF. Dies habe trotz Preisdruck in allen Märkten erreicht werden können, teilt Galenica am Mittwoch mit. In diesem Umfeld hätten sich alle Aktivitäten weiterentwickelt. Das Unternehmen hat mit dem Umsatz die Erwartungen der Analysten allerdings knapp verfehlt.

Fremdwährungsrisiko primär aus Dollar-Umsätzen bei Vifor Pharma
Aus aktuellem Anlass äussert sich der Konzern zur Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben. Es resultiere für Galenica primär ein Fremdwährungsrisiko aus den Umsätzen in USD der Geschäftseinheit Vifor Pharma, heisst es. Dank eigenen Vertriebsgesellschaften und Einkäufen in Euroländern könne das Währungsrisiko in der Eurozone gemildert werden.

Retail und Logistics legen weiter zu
Das Unternehmen will sich bekanntlich in die zwei Geschäftszweige Pharma (Vifor Pharma) und Medikamentenhandel (Galenica Santé) aufspalten. Letzterer ist der umsatzmässig grössere der beiden und verzeichnete 2014 Erlöse in Höhe von 2,78 Mrd CHF, was einem Plus von 0,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. In den beiden Teilbereichen Retail (+0,4% auf 1,25 Mrd CHF) und Logistics (+0,6% auf 2,13 Mrd) hat Galenica Marktanteile gewonnen, während sich Healthcare Information (-3,2% auf 38,6 Mio) schwach entwickelte. Letzteres wird mit der breiteren Anwendung des «Arzneimittel-Kompendium der Schweiz» erklärt.

Das Retail-Geschäft wurde trotz positiver Entwicklung unverändert von Preissenkungen im Schweizer Medikamentenmarkt sowie einer sehr schwachen Grippewelle belastet. Die Anzahl der im Umsatz konsolidierten Apotheken blieb mit 254 Standorten stabil, das Apothekennetz vergrösserte sich dagegen um acht Standorte auf total 491. Im Bereich Logistics sei es erneut gelungen, den Effekt der behördlich verordneten Preissenkungen durch Zugewinn neuer Kunden und den Ausbau des Sortiments zu kompensieren.

Consumer Healthcare unter dem Dach von Galenica Santé
Es sei geplant, die primär auf den Schweizer Markt ausgerichteten Aktivitäten von Vifor Pharma Consumer Healthcare per Mitte 2015 als vierten Geschäftsbereich «Consumer Health» in die Geschäftseinheit Galenica Santé zu überführen, heisst es. Dies gebe Vifor Pharma zusätzlich Raum, sich auf die weltweite Vermarktung der Schlüsselprodukte zu konzentrieren, und ermögliche wiederum Galenica Santé, die Aktivitäten im Heimmarkt Schweiz unter einer gemeinsamen Führung weiter zu entwickeln.

Vifor Pharma legt 6,6 % zu
Vifor Pharma steigerte den Nettoumsatz insgesamt um 6,6% auf 706,2 Mio CHF. Die um Währungseinflüsse korrigierte Wachstumsrate betrage 7,5%. Die Erlöse aus den intravenösen Eisenpräparaten entwickelten sich unterschiedlich: Mit Ferinject/Injectafer wurde der Umsatz um 19% auf 188,3 Mio CHF gesteigert. Die USA hätten sich mittlerweile zum umsatzstärksten Markt entwickelt (15,6 Mio CHF). 2014 seien die Marktumsätze jeden Monat durchschnittlich um über 10% gestiegen. Die Venofer-Erlöse kamen mit 113,4 Mio CHF hingegen 12% unter dem Vorjahr zu liegen, was auf anhaltenden Preisdruck zurückgeführt wird. Mit dem neuen Phosphatbinder Velphoro wurden zudem erste Umsätze in Höhe von 14,9 Mio CHF erzielt. Die Einnahmen aus den Lizenzgebühren von CellCept werden auf 91,8 Mio CHF beziffert nach 100,2 Mio im Vorjahr.

Das ausführliche Resultat mit den Gewinnzahlen wird am 10. März veröffentlicht. (awp/mc/pg)

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