Gategroup: Andrew Gibson zum CEO ernannt

Andrew Gibson

Andrew Gibson übernimmt das zepter bei Gategroup definitiv.

Zürich – Andrew Gibson übernimmt definitiv den Chefposten beim Luftverpflegungs-Unternehmen Gategroup. Gibson führt das Unternehmen bereits interimistisch seit April, nachdem Guy Dubois wegen eines Betrugsskandals den Hut genommen hatte.

«Der Verwaltungsrat ist nach Durchführung eines intensiven Auswahlverfahrens einhellig zum Schluss gekommen, dass die Führung von Gategroup bei Andrew Gibson in den besten Händen liegt», wird VR-Präsident Andreas Schmid in der Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Der 50-jährige Gibson war seit Januar 2007 Group Senior Vice President und Präsident der nordamerikanischen Region von Gategroup. Zuvor war er für den Bereich Operations in Europa verantwortlich. Beim operativen Turnaround des Konzerns in Europa und Amerika habe er eine «führende Rolle» gespielt, heisst es. Bevor er im September 2004 zu Gategroup stiess, war er in verschiedenen Ländern für McKinsey & Company tätig.

Dubois nach Betrug bei Gate Gourmet zurückgetreten
Sein Vorgänger Guy Dubois war von seinem Amt zurückgetreten, weil das Tochterunternehmen Gate Gourmet um 24,1 Mio CHF betrogen worden war. Als mutmassliche «isolierte» Täterin machte das Unternehmen die geschäftsführende Gate-Gourmet-Direktorin für Nordeuropa aus. Dubois wurde in einer Untersuchung zwar bescheinigt, er sei nicht involviert gewesen und habe keinerlei Kenntnisse vom Betrug gehabt. Es gab allerdings Verbindung zwischen seiner Familie und derjenigen der beschuldigten Person. Deshalb trat Dubois zurück, damit nicht der Anschein eines Interessenkonflikts entstehen konnte, wie es beim Rücktritt im April hiess.

Aktie unter Druck
Die Aktie stand am Morgen unter Druck (-2,0%), was allerdings laut Marktbeobachtern eher mit der schwachen Gesamtstimmung an den Finanzmärkten als mit der Ernennung von Gibson zu tun haben dürfte. Die Bestätigung von Gibson als CEO nach seiner Zeit als Interims-Chef war nämlich mehrheitlich so erwartet worden. «Wir haben die Gelegenheit gehabt, ihn in dieser Zeit mehrmals zu treffen, und haben erwartet, dass er als neuer CEO gewählt wird», schreibt die Bank Vontobel in einem Kommentar. Ausserdem gibt sich die Bank optimistisch, dass der Konzern trotz schwachem erstem Halbjahr die Margen in der zweiten Jahreshälfte wird verbessern können. (awp/mc/upd/ps)

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