Gategroup leidet im Halbjahr weiter unter starkem Franken

Andrew Gibson

Gategroup-CEO Andrew Gibson. (Foto: Gategroup)

Kloten – Die Gategroup hat im ersten Semester 2014 weiter unter dem starken Franken gelitten. Nach einem sehr schwachen ersten Quartal ist sie im zweiten Jahresviertel aber wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Ausblick in Sachen Umsatz und Profitabilität für das Gesamtjahr wurde entsprechend bestätigt.

Der Airline-Caterer hat von Januar bis Juni 2014 einen um 2,8% tieferen Umsatz von 1,42 Mrd CHF erzielt, währungsbereinigt wären es allerdings 2,7% mehr gewesen. Dieses Wachstum (in Lokalwährung) sei hauptsächlich auf eine Volumenzunahme zum Ende des zweiten Quartals 2014 zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Restrukturierung in Europa zeigt Wirkung
Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA sank derweil um 3,2% auf 60,6 Mio CHF mit einer unveränderten Marge von 4,3%. Zu konstanten Wechselkursen hätte der EBITDA 5,9% zugenommen und die Marge wäre leicht gestiegen. Dies sei vor allem auf den stärkeren Beitrag des Bereichs Product and Supply Chain (PSCS) Solutions und das «solide Abschneiden» des Airline-Bereichs zurückführen, heisst es. Bei letzterem würden die vor allem letztes Jahr durchgeführten Restrukturierungsmassnahmen Wirkung zeigen.

Das Konzernergebnis belief sich im Berichtszeitraum von Januar bis Juni auf -6,5 Mio CHF (VJ -12,7 Mio). Dass der Verlust geringer ausfiel als im Vorjahr, sei hauptsächlich auf ein positives Wechselkursergebnis zurückzuführen, das jedoch teilweise durch höheren Steueraufwand wieder reduziert worden sei. Nachdem das erste Quartal vor allem wegen des schlechten Wetters in den USA mit einem Verlust von knapp 17 Mio geendet hatte, war Gategroup somit im zweiten Jahresviertel wieder klar in den schwarzen Zahlen (10,2 Mio). Insgesamt lagen die Gewinnzahlen denn auch leicht über den Schätzungen.

Nach Bereichen sank bei Airline Solutions (85% am Gesamtumsatz) um 4,5% bei einer EBITDA-Marge von 4,8%. Derweil konnte PSCS 6,4% mehr Umsatz erzielen und war mit einer Marge von 5,9% auch deutlich profitabler im Halbjahr. Nach Regionen waren die Emerging Markets am profitabelsten (EBITDA-Marge 7,6%), vor Europa (5,0%) und Nordamerika (7,6%).

Der Cashflow (aus operativen Tätigkeiten) fiel mit 20,9 Mio CHF deutlich tiefer aus als im Vorjahr. Dies wird u.a. mit dem schlechten Wetter in den USA im ersten Quartal sowie mit dem Zeitpunkt von fälligen Verbindlichkeiten und Forderungen begründet. Im zweiten Quartal führte ausserdem die Beendigung eines Dienstleistungsvertrags mit Norwegian Airlines zu einer einmaligen Reduktion des Nettoumlaufvermögens von rund 5 Mio.

Weitere Verschlankung
Für den weiteren Verlauf zeigt sich die Gruppe vorsichtig optimistisch und bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr 2014. Die Gruppe geht entsprechend weiterhin von einem gehaltenen Umsatz mit einer EBITDA-Marge zwischen 5,6% und 6,2% aus. Man fokussiere weiter darauf, operative Geschäftseinheiten und frühere Akquisitionen zu optimieren. Gategroup fahre ausserdem damit fort, die Organisation zu verschlanken und anzupassen.

Dies werde das finanzielle Ergebnis im zweiten Halbjahr 2014 bis hinein ins Jahr 2015 stützen und sicherstellen, dass man die mittelfristigen Ziele erreiche: eine EBITDA Marge zwischen 7,0% und 8,0% im Jahr 2016 und ein EBITDA im Margenbereich zwischen 7,5% und 8,5% im Jahr 2017, dies mit einem entsprechend besseren Cashflow.

Die Gategroup-Aktie reagiert mit moderaten Verlusten auf die heutigen News und büsst um 11 Uhr in einem etwas festeren Gesamtmarkt 1,1% auf 23,25 CHF ein. Die Zahlen seien etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und die Guidance sollte erreichbar sein, heisst es in Analystenkreisen. (awp/mc/upd/ps)

 

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