Geberit 2011 mit leichtem Umsatzrückgang

Albert Baehny

Geberit-CEO Albert Baehny.

Jona – Das Sanitärtechnikunternehmen Geberit hat im Geschäftsjahr 2011 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Dafür war vor allem der starke Franken verantwortlich. In Lokalwährung ergab sich dagegen ein klares Plus. Die Erwartungen des Marktes hat das Unternehmen damit erfüllt, die bisherige Prognose für die Marge im Gesamtjahr 2011 wurde bestätigt.

Der Umsatz schrumpfte um 1,1% auf 2’122,6 Mio CHF, in lokalen Währungen ergab sich dagegen ein Plus von 9,5%, wie Geberit am Donnerstag mitteilte. Insgesamt hätten sich die Währungsturbulenzen mit rund 230 Mio negativ im Umsatz niedergeschlagen. Das Wachstum in lokalen Währungen bezeichnet Geberit als «überaus erfreulich». Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 2’121 Mio. Auch die eigenen Erwartungen hat das Unternehmen damit erfüllt. Geberit selbst hatte im November mit den Neunmonats-Zahlen eine währungsbereinigte Steigerung des Umsatzes im hohen einstelligen Bereich in Aussicht gestellt.

Wachstumssprung in Grossbritannien/Irland
Die europäischen Märkte legten insgesamt in lokalen Währungen um 9,5% zu. Die meisten europäischen Märkte hätten den bereits im Vorjahr begonnenen Aufschwung fortgesetzt. Zweistellige Wachstumsraten gab es in Grossbritannien/Irland (+26,2%), Österreich (+15,3%), Frankreich (+12,6%), Deutschland (+12,3%), den nordischen Ländern (+11,6%), Zentral-/Osteuropa (+10,3%) und den Benelux-Ländern (+10,2%). Die Schweiz verzeichnete ein knappes Plus von 1,4% und als einziger Markt in Europa gab die iberische Halbinsel um 9,5% nach.

Bereich Rohrleitungssysteme profitiert von anziehendem Neubaugeschäft
Auch die Regionen Amerika (+10,2%), Fernost/Pazifik (+10,0%) und Nahost/Afrika (+7,5%) seien «unter teilweise äusserst schwierigen Rahmenbedingungen» gewachsen. Von den Produktbereichen hätten die Rohrleitungssysteme wie bereits in den ersten drei Quartalen das überdurchschnittliche Wachstum fortgesetzt. Der Bereich, welcher 13,1% zulegte, profitierte verstärkt von dem im Vergleich zu den Vorjahren anziehenden Neubaugeschäft. Der Bereich Sanitärsysteme erreichte ein bereinigtes Wachstum von 7,0%.

Weitere Verlangsamung im vierten Quartal
Im vierten Quartal wurde ein Umsatz von 470,7 Mio CHF erwirtschaftet, entsprechend einem Minus in Schweizer Franken von 0,4% und einem Plus in lokalen Währungen von 6,5%. Nach Wachstumsraten von 12,8%, 10,5% und 7,8% in den ersten drei Quartalen hat sich damit die Verlangsamung im vierten Quartal fortgesetzt. Die Zunahme liege indes noch immer über den mittelfristigen Wachstumszielen, betont Geberit. Die bisherige Gewinnprognose für 2011 hat Geberit bestätigt. Demnach soll die EBITDA-Marge am oberen Ende des mittelfristigen Zielkorridors von 23 bis 25% zu liegen kommen. Wie bereits im November angekündigt, wird der EBITDA als Folge der gestiegenen Rohmaterialpreise, der verstärkten Marketingaktivitäten sowie des starken Schweizer Frankens gegenüber dem Vorjahr zurückgehen.

Gewinnprognose bestätigt
Zur ebenfalls abgegebenen Prognose eines Reingewinns von rund 380 Mio CHF äussert sich Geberit in der Mitteilung nicht. Zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012 macht Geberit heute ebenfalls noch keine konkreten Angaben. Die Gewinnzahlen werden am 08. März 2012 vorgelegt. (awp/mc/upd/ps)

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