GF steigert Umsatz um 2% auf 1’879 Mio CHF im Halbjahr

Yves Serra
Yves Serra, CEO Georg Fischer.

GF-CEO Yves Serra.

Schaffhausen – Georg Fischer (GF) hat den Umsatz im ersten Halbjahr um 2% gesteigert. Bereinigt um Währungseffekte, Akquisitionen und Devestitionen entspricht dies einer Zunahme um 4%, wobei Europa und China den grössten Beitrag leisteten. Alle drei Divisionen konnten ihren Umsatz in lokalen Währungen steigern.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 12% auf CHF 132 Mio., da die Werke besser ausgelastet waren als im Vorjahr und das 2013 lancierte Kostensenkungsprogramm seine volle Wirkung entfaltete. Bereinigt um verschiedene negative Währungseffekte, etwa im US-Dollar und in der türkischen Lira, hätte der EBIT-Zuwachs über 20% betragen. Die EBIT-Marge (ROS) stieg auf 7,0% und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) auf 17,2% gegenüber 6,4% beziehungsweise 14,5% im ersten Halbjahr 2013. Der ROIC erreichte in allen drei Divisionen zweistellige Werte und lag deutlich über den Kapitalkosten.

Das Konzernergebnis beläuft sich auf CHF 92 Mio. gegenüber CHF 83 Mio. in der Vorjahresperiode (+11%). Der Verkauf einer Landparzelle in Schaffhausen trug CHF 6 Mio. zu diesem Ergebnis bei. Der freie Cashflow vor Akquisitionen fällt mit –CHF 64 Mio. saisonbedingt tief aus. Für das zweite Halbjahr 2014 wird ein deutlich positiver Cashflow erwartet.

Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich von 13’400 auf 13’800. Der Anstieg um 630 Mitarbeitende infolge der Akquisition von Hakan Plastik (Türkei) im Juli 2013 wurde teilweise durch die Devestition des Kokillenguss-Geschäfts in Herzogenburg (Österreich) im Januar 2014 kompensiert. Diese führte zu einer Reduktion von 340 Mitarbeitenden.

GF Piping Systems mit 12% mehr Umsatz
Trotz eines harten Winters in den USA und der anhaltenden Investitionsflaute in der Halbleiterindustrie steigerte GF Piping Systems den Umsatz um 12% auf CHF 742 Mio. Bereinigt um Akquisitionen und Währungseffekte beläuft sich das organische Wachstum auf 7%. Dieses stammt mehrheitlich aus Europa und China sowie guten Erfolgen in den Bereichen Haustechnik, Schiffbau und Kühlung.

Das Betriebsergebnis legte um 4% auf CHF 70 Mio. zu, gegenüber CHF 67 Mio. im Vorjahr. Das Wachstum beim Verkaufserlös glich negative Währungseffekte bei den Umsätzen in türkischer Lira und in US-Dollar aus.

Rückläufiger Umsatz bei GF Automotive
GF Automotive wies für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang auf CHF 718 Mio. aus. Bereinigt um Währungseffekte und Devestitionen entspricht dies einem organischen Wachstum von 1%. Das Produktionsvolumen wurde zwar um 4% gesteigert, dies führte aber nur zu einer einprozentigen Umsatzsteigerung, da der Preisrückgang bei Metallen an die Kunden von GF Automotive weitergegeben wird. Die Division profitierte von einem leichten Aufschwung in der  europäischen Automobilindustrie sowie einem starken Marktumfeld in China.

GF Automotive steigerte ihr Betriebsergebnis auf CHF 49 Mio. gegenüber CHF 35 Mio. im Vorjahr. Dieser Anstieg um 40% resultierte aus der besseren Auslastung der Produktionsstätten in Europa, der Portfolioanpassung und dem im 2013 lancierten Kostensenkungsprogramm.

GF Machining Solutions: Umsatz auf Vorjahreshöhe
GF Machining Solutions vergrösserte den Auftragseingang um 2% beziehungsweise um 5% in lokalen Währungen, hauptsächlich aufgrund der Konjunkturerholung in Europa sowie einem stabilen Bestellungseingang aus China. Der Umsatz entwickelte sich im ersten Halbjahr verhaltener als die Aufträge, da Lieferungen aus verschiedenen grossen Verträgen erst im zweiten Halbjahr erfolgen. In CHF entspricht dies einem Umsatz von CHF 420 Mio., er liegt damit auf Vorjahresniveau. In lokalen Währungen beträgt der Anstieg 3%.

Hauptsächlich infolge von Währungseffekten fiel das Betriebsergebnis von CHF 20 Mio. gegenüber CHF 22 Mio. im Vorjahr etwas geringer aus.

Ausblick bekräftigt
GF hält an der Umsetzung seiner Strategie fest und wird die Produktivität in Europa laufend ausbauen und in Wachstumsmärkten expandieren. Die für 2015 formulierten Ziele eines ROIC von 16% bis 20% und eines ROS im Bereich von 8% bleiben unverändert.

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