Güterverkehr durch Schweizer Alpen geht deutlich zurück

SBB Cargo
(Foto: SBB CFF FFS)

Bern – Der Güterverkehr durch die Schweizer Alpen ist wegen der Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr deutlich um zwölf Prozent zurück gegangen. Das betraf Schiene und Strasse gleichermassen. Erst in der zweiten Junihälfte erreichten die Frequenzen wieder das Niveau des Vorjahrs.

Grund für den Rückgang ist die schwächere Industrieproduktion und der damit gesunkene Warenstrom, wie das Bundesamt für Verkehr am Dienstag in seinem Bericht zur Entwicklung des Güterverkehrs durch die Schweizer Alpen im ersten Halbjahr 2020 schreibt.

Besonders ausgeprägt war der Einbruch ab Mitte März und speziell im Verkehr mit Italien. Nach einer langsamen Erholung im Mai erreichten die Transporte in der zweiten Junihälfte wieder den Stand des Vorjahrs oder leicht darüber.

Schienentransporte halten Marktanteil
Insgesamt fuhren im ersten Halbjahr 408’000 Lastwagen durch die Schweizer Alpen, rund 57’000 weniger als im ersten Halbjahr 2019. Die Transporte auf der Schiene hielten anders als bei früheren Krisen wie der Finanzkrise 2008 ihren Marktanteil von 71 Prozent am alpenquerenden Güterverkehr.

Wie sich die Situation im zweiten Halbjahr entwickeln wird, hängt gemäss dem Bundesamt stark von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und dem Verlauf der Corona-Pandemie ab. Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels am Freitag und der Inbetriebnahme des Vier-Meter-Korridors auf der Gotthard-Achse erwartet das BAV eine weitere Stärkung der Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schiene. (awp/mc/ps)

BAV

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