Gurit mit 15 Prozent mehr Umsatz nach neun Monaten

Rudolf Hadorn

Gurit-CEO Rudolf Hadorn.

Wattwil – Der Spezialkunststoff-Hersteller Gurit hat in den ersten neun Monaten 2012 beim Umsatz zwar weiter zugelegt, der schwierige Windenergiemarkt zwingt das Unternehmen aber zu einem Stellenabbau und zur Reduktion der Geschäftsprognosen. Neu stellt das Unternehmen für das Gesamtjahr eine Betriebsgewinnmarge von rund 2 bis 4 Umsatzprozenten in Aussicht.

Der Gruppen-Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 15% auf 287,2 Mio CHF, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. In Lokalwährungen beträgt das Plus 10%. Positiv dazu beigetragen hätten besonders der Bereich Wind Energy, der in Lokalwährungen um 23% auf 178,5 Mio CHF zulegte (+29% in CHF) und das Marine-Geschäft, das mit 42,1 Mio ein Umsatzplus von 9,9% verzeichnete (+16% in CHF). Rückläufig entwickelte sich einzig das Tooling-Geschäft, das um 41% auf 20,5 Mio CHF einbrach (-35% in CHF).

Der Gesamtumsatz des dritten Quartals lag mit 91,5 Mio CHF um 8,5% unter dem Vorjahreswert und auch unter den Erwartungen der Analysten.

150 Stellen weltweit abgebaut
Wie es weiter heisst, zwingen vor allem für Amerika und China nach unten angepasste Prognosen für den Windenergie-Markt das Unternehmen, die Produktionskapazitäten anzupassen. So werde daher vorübergehend die Pre-preg-Produktion in Kanada und China geschlossen und weltweit rund 150 Stellen abgebaut. Die damit verbundenen Restrukturierungskosten, inklusive Wertberichtigungen auf Anlagen, beziffert Gurit auf rund 12 Mio CHF, wovon etwa 3 Mio CHF liquiditätswirksam sind.

Reduktion der Geschäftspropgnosen
Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen einen Nettoumsatz von rund 355 Mio CHF in Aussicht. Die Betriebsgewinnmarge dürfte nach Einrechnung aller Einmalkosten bei rund 2 bis 4 Umsatzprozenten liegen. Ohne Einmalkosten läge sie für das ganze Jahr nahe an der bisherigen Guidance, wie es heisst. Bisher hatte Gurit für die Jahre 2012 bis 2015 jeweils eine Betriebsgewinnmarge von 8 bis 10% in Aussicht gestellt.

Für das Jahr 2013 erwartet Gurit deutlich tiefere Umsätze aus dem Windenergie-Markt, jedoch ein stark wachsendes Automotive-Geschäft sowie zusätzliches Potenzial im Aerospace-Geschäft. Die Teilefertigung im Bereich Engineered Structures dürfte ebenfalls markant zulegen. Das Tooling-Geschäft sollte sich gegenüber 2012 etwas erholen, heisst es. (awp/mc/upd/ps)

 

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