Gurit erleidet 2021 wegen Flaute im Windenergie-Geschäft Gewinneinbruch

Gurit erleidet 2021 wegen Flaute im Windenergie-Geschäft Gewinneinbruch

Wattwil – Der Spezialkunststoff-Hersteller Gurit hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger Gewinn erzielt als noch im Jahr 2020. Grund für den Rücksetzer war die Flaute im Windenergie-Geschäft. Die Dividende fällt klar tiefer aus.

2021 wird wegen der eingetrübten Windmärkte als ein schwieriges Jahr in die Bücher von Gurit eingehen. Der Nettoumsatz sank wie bereits berichtet um 19 Prozent auf 467,9 Millionen Franken. Auf währungsbereinigter Basis wären es 20 Prozent weniger gewesen, teilte Gurit am Dienstag mit.

Wie erwartet gingen in diesem Umfeld auch die Gewinnzahlen deutlich zurück. Der Betriebsgewinn brach um knapp 64 Prozent ein auf 23,4 Millionen Franken ein. Die entsprechende Marge sank auf 5,0 Prozent (VJ 11,2%). Unter dem Strich sackte der Reingewinn um 80 Prozent auf 9,2 Millionen Franken ab.

Darin enthalten seien Aufwendungen von 9,6 Millionen für die Anpassung des Balsa-Footprints und die Konsolidierung des Konfektionierungsbetriebs für Amerika in Mexiko, wie Gurit weiter erklärte. Darüber hinaus habe man erhebliche Anlaufkosten für die neuen PET-Extruderanlagen zu tragen.

Der Gewinn pro Inhaberaktie beträgt damit 24,29 Franken (VJ 100,31 Fr.). Davon sollen 7,00 Franken je Anteil als Dividende ausbezahlt werden. Das sind 23 Franken weniger als im Vorjahr. Mit den Zahlen hat der Gurit die Erwartungen der Finanzgemeinde bei allen Kennzahlen verfehlt.

Aussichten weiterhin unsicher
Auch für das laufende Geschäftsjahr blieben die Aussichten für den Windmarkt unsicher. So beeinflussten auch die jüngsten geopolitische Entwicklungen und potenzielle Unterbrechungen der globalen Lieferketten den Ausblick für 2022. Aktuell gehe man davon aus, einen Umsatz von rund 440 bis 480 Millionen Franken und eine Betriebsgewinnmarge zwischen 5,5 und 8,0 Prozent zu erzielen.

2022 kommt es bei Gurit ausserdem bekanntlich zur Einführung einer Einheitsnamenaktie nach dem Prinzip «One Share, One Vote». Das Unternehmen hatte dies im Rahmen der Umsatzzahlen bereits bekannt gegeben. Weiter hatte Gurit bekannt gegeben, dass der Handel mit den börsenkotierten Inhaberaktien vereinfacht werden soll. Dazu werde man die Inhaberaktien im Verhältnis von 1:10 splitten. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.