Gurit mit deutlich mehr Umsatz und Gewinn in 2019

Rudolf Hadorn
Gurit-CEO Rudolf Hadorn. (Foto: Gurit)

Wattwil – Nach dem Gewinneinbruch im Vorjahr geht es mit dem Spezialkunststoffhersteller Gurit wieder bergauf. Das Ostschweizer Unternehmen hat 2019 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert, was auch einer grossen Akquisition geschuldet ist.

Der Umsatz wuchs wie bereits berichtet um fast 25,5 Prozent auf 576,4 Millionen Franken. Mit dem Kauf der dänischen JSB Group Ende 2018, einem Hersteller von Kernmaterial-Bausätzen für Windturbinen, baute Gurit seinen Umsatz seinerzeit um rund ein Drittel aus.

Der Betriebsgewinn legte 2019 in der Folge um mehr als 80 Prozent auf 51,9 Millionen Franken zu. Die entsprechende Marge stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent. Unter dem Strich legte der Reingewinn um 75 Prozent auf 34,9 Millionen Franken zu.

Der Gewinn pro Inhaberaktie beträgt damit 76,06 Franken, davon sollen 25 Franken je Anteil als Dividende ausbezahlt werden. Das sind 2 Franken mehr als im Vorjahr.

Besser ohne Autoteile
Im Vorjahr hatte insbesondere das inzwischen verkaufte Geschäft mit Autoteilen die Profitabilität belastet. Das vor zwei Wochen veräusserte Geschäft ausgerechnet, hätten die Ostschweizer denn auch etwas besser abgeschnitten. Der Betriebsgewinn der fortgeführten Geschäfte lag den Angaben zufolge bei 61,5 Millionen Franken mit einer Marge von 11,0 Prozent.

Gurit berichtet ein „solides“ Wachstum in allen Geschäftsbereichen – mit Ausnahme vom Bereich Tooling. Im ersten Semester 2020 werde aber auch hier ein „starkes“ Wachstum erwartet dank einer guten Nachfrage aus Asien.

Mit den Zahlen hat der Gurit die Erwartungen der Finanzgemeinde etwas unterschritten. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Schnitt einen EBIT von 52,7 Millionen und einen Reingewinn von 38,2 Millionen Franken prognostiziert.

„Corona-Guidance“
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Gurit mit einem einstelligen organischen Umsatzwachstum auf rund 600 Millionen Franken und einer operativen Marge im Bereich von 8,5 bis 11,0 Prozent.

Die Prognose für den Profitabilität geht von einem negativen Effekt der durch das Coronavirus ausgelösten Geschäftsunterbrechung in China im Monat Februar aus, schränkt Gurit ein. Sollten die Auswirkungen auf das Geschäft allerdings länger andauern, würde der Effekt auf den Umsatz und die Betriebsgewinnmargen „gravierender“, warnt das Unternehmen. China ist ein wichtiger Endmarkt des Windenergiesektors. (awp/mc/ps)

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