Gurit steigert Umsatz 2014 um fast 20 Prozent

Rudolf Hadorn

Gurit-CEO Rudolf Hadorn. (Foto: Gurit)

Wattwil – Die Industriegruppe Gurit hat im vergangenen Jahr einen Nettojahresumsatz von CHF 335.8 Mio erwirtschaftet. Dies entspricht einer Steigerung von 19.4% gegenüber einem Nettoumsatz von CHF 281.1 Mio. für das Gesamtjahr 2013. Die positive Entwicklung resultiere im Wesentlichen aus dem Wachstum im Bereich Formenbau und dem Automobilgeschäft des Unternehmens sowie aus der erfreulichen Nachfrage für Kernwerkstoffe, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Im Geschäftsbereich Composite Materials stieg die Nachfrage im Windenergiegeschäft insbesondere aufgrund des deutlich erholten asiatischen Marktes um 11.8%. Der anhaltende Technologiewandel bei der Rotorblattfertigung und die damit verbundene geringere Nachfrage nach Glasfaser-Prepreg-Produkten konnte durch höhere Kernwerkstoffumsätze mit Windenergiekunden und höhere Umsätze mit Carbon-Prepreg-Produkten für den amerikanischen Markt vollständig kompensiert werden. Materiallieferungen in andere Märkte stiegen um 14.2% an; im Wesentlichen aufgrund hoher Absatz­volumina in den Marinemarkt, insbesondere in Europa. Insgesamt stieg der Nettoumsatz im Geschäftsbereich Composite Materials um 13% zum Vorjahr von CHF 227.3 Mio. in 2013 auf CHF 256.7 Mio. in 2014.

Der Geschäftsbereich Composite Systems and Engineering wuchs weiterhin. Der Nettoumsatz stieg um 46.9% von CHF 53.8 Mio. in 2013 auf CHF 79.1 Mio. in 2014. Verbesserte Produktionsleistungen im Bereich Autoaussenbauteile sowie höhere Auftragseingänge im Formenbau aus dem Aufschwung im Windenergiegeschäft in Asien waren die Haupttreiber für die deutliche Verbesserung. Der Umsatz im Geschäftsfeld Engineered Structures stieg um 28.7% von CHF 6.1 Mio. in 2013 auf CHF 7.9 Mio., insbesondere dank der höheren Nachfrage für Buskomponenten.

Frankenstärke belastet
Gurit erwartet, dass die jüngste Stärkung des Schweizer Franken verglichen mit den durchschnittlichen Wechselkursen 2014 den in CHF berichteten Umsatzwert 2015 um etwa 5 bis 8% negativ beeinflussen wird und dass die Betriebsgewinnmargen nur in geringem Masse beeinflusst werden, da Gurit den Hauptteil seiner Geschäftstätigkeit ausserhalb der Schweiz ausübt. Der Einfluss auf die in CHF berichtete Bilanzsumme 2015 wird derzeit auf rund 12% im Vergleich zum Jahresende 2014 geschätzt. Auf die Eigenkapitalquote ergibt sich voraussichtlich kein signifikanter Effekt. (Gurit/mc)

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