Holcim-Töchter im Visier indischer Kartellbehörden

Markus Akermann

Holcim-CEO Markus Akermann.

Zürich – Die beiden indischen Holcim-Tochtergesellschaften Ambuja Cements und ACC sind ins Visier der indische Kartellbehörde SFIO (Serious Fraud Investigation Office) geraten. Die SFIO habe wegen des Vorwurfs der Kartellbildung Untersuchungen bei Ambuja, ACC sowie der nicht zu Holcim gehörenden UltraTech Cement aufgenommen.

Dies schreibt die indische Finanzzeitung «The Economic Times» am Donnerstag. Die Ermittlungen sollen das Verhalten der Zementhersteller in den vergangenen zehn Jahren untersuchen. Holcim selbst bestätigte am Freitag, dass eine Untersuchung stattfinde. Details seien jedoch nicht bekannt, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber AWP.

Holcim-Titel leicht unter Druck
Der Ausgang der Untersuchung ist aus Sicht der Analysten der Bank Vontobel schwierig vorherzusagen. «Aber unserer Ansicht nach sind die Marktdynamiken in Indien wahrscheinlich höher, als dass die Untersuchung wesentliche negative Auswirkungen haben wird», schreibt Experte Serge Rotzer in einem Kommentar. Kurzfristig geht Rotzer von einer positiven Entwicklung im Pricing im Vergleich zum Vorjahr aus, denn das Unternehmen habe gegenüber Vontobel bestätigt, dass die Margen in Indien im Vorjahresvergleich höher seien. Die Titel von Holcim verbilligen sich bis 9.30 Uhr um 1,3% auf 62,60 CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) gibt derweil um 0,61% nach. (awp/mc/ps)

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