Holcim und Lafarge bestimmen künftige Konzernleitung

Holcim und Lafarge bestimmen künftige Konzernleitung

Der künftige Konzernchef Bruno Lafont.

Zürich – Der Zusammenschluss der beiden Baustoffkonzerne Holcim und Lafarge wird weiter voran getrieben. Kurz vor Weihnachten haben der Schweizer und der französische Konzern die künftige Konzernleitung des gemeinsamen Unternehmens LafargeHolcim bestimmt. Die zehnköpfige Konzernleitung wird aus fünf Lafarge- und fünf Holcim-Leuten bestehen, der designierte Verwaltungsratspräsident heisst – wie bereits bekannt – Wolfgang Reitzle und kommt von Holcim. Die im vergangenen April angekündigte Fusion soll in der ersten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen sein.

Bruno Lafont, derzeit CEO von Lafarge und zukünftiger CEO des neuen Unternehmens, werde ein Projektteam von zehn erfahrenen Managern leiten, das den Übergangsprozess bis zum Abschluss des Zusammenschlusses führen werde, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen vom Dienstagabend. Sobald die Fusion abgeschlossen sei, würden die Mitglieder dieses Projektteams offiziell zu Mitgliedern der Konzernleitung des kombinierten Unternehmens ernannt. Bis zu diesem Zeitpunkt werde das Projektteam auf Integrationsaufgaben begrenzt sein.

Zur künftige Konzernleitung unter dem Vorsitz von Lafont werden gehören: Thomas Aebischer (Finanzen; derzeit CFO Holcim), Jean-Jacques Gauthier (Integration, Organisation und Personal; derzeit CFO Lafarge), Roland Köhler (Europa; derzeit bei Holcim verantwortlich für Europa), Ian Thackwray (Asien, Ozeanien; derzeit bei Holcim verantwortlich Ostasien, Ozeanien und Trading), Eric Olsen (Naher Osten, Afrika; derzeit bei Lafarge verantwortlich für Operations), Alain Bourguignon (Nordamerika; zuvor bei Holcim verantwortlich für Nordamerika und Grossbritannien), Saad Sebbar (Lateinamerika; derzeit bei Lafarge verantwortlich für Marokko), Urs Bleisch (Performance und Kosten; derzeit bei Holcim verantwortlich für Corporate Functions) und Gérard Kuperfarb (Wachstum und Innovation; derzeit bei Lafarge verantwortlich für Innovation).

Derzeitige Konzernleitungen bleiben bis Abschluss der Fusion
Reitzle und Lafont werden in der Mitteilung mit folgenden Worten zitiert: «Wir sind auf Kurs, und nach einem klar definierten Prozess haben wir das Team identifiziert, welches das kombinierte Unternehmen künftig führen wird.» Bereits jetzt werde die künftige Konzernleitung eine Schlüsselrolle bei der Integrationsplanung der beiden Konzerne spielen.

Abgesehen von der künftigen Konzernleitung berichten den Angaben zufolge folgende Verantwortliche direkt an den künftigen CEO. Sie wurden im Rahmen des Projektes ebenfalls bereits nominiert. Es sind dies Christof Hässig (Strategie und M&A; derzeit bei Holcim verantwortlich für Corporate Financing and Treasury), Alexandra Rocca (Kommunikation, Public Affairs und Nachhaltigkeit; derzeit in gleicher Funktion bei Lafarge), Xavier Dedullen (Recht; derzeit bei Holcim verantwortlich für Recht und Compliance) sowie Sapna Sood (Gesundheit und Sicherheit; derzeit in gleicher Funktion bei Lafarge). Weitere Nominierungen im Topmanagement würden zu gegebener Zeit mitgeteilt, heisst es.

Die derzeitigen Konzernleitungen von Holcim und Lafarge bleiben laut Mitteilung bis zum Abschluss der Fusion für die Aktivitäten der jeweiligen Konzerne verantwortlich. Beide Konzerne würden bis zum Abschluss der Fusion komplett separat als Konkurrenten agieren.

Auf gutem Weg in Indien
Wie es in der Mitteilung weiter heisst, befinden sich die beiden Unternehmen in Indien «auf gutem Weg» die Fusion vorzubereiten, wobei die künftige Struktur für den Subkontinent zu gegebener Zeit bzw. nach der Freigabe durch die indischen Wettbewerbsbehörden mitgeteilt werde. (awp/mc/pg)

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