Hügli arbeitet auch 2014 profitabel und erhöht Dividende

Hügli
(Foto: Kzenon - Fotolia.com)

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Steinach – Der Start ins Geschäftsjahr 2015 ist dem Nahrungsmittelhersteller Hügli geglückt. Der Umsatz für die ersten drei Monate kam über der entsprechenden Vorjahresperiode zu liegen. Damit wurde an ein erfolgreiches Vorjahr angeknüpft. 2014 ist Hügli profitabel gewachsen und will seine Aktionäre mit einer höheren Dividende an der positiven Geschäftsentwicklung beteiligen. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 ist trotz Währungsproblematik eindeutig von Optimismus geprägt.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,7% auf 101,9 Mio CHF. Organisch belief sich das Plus sogar auf 9,2%, teilweise bedingt durch eine schwache Vorjahresperiode, wie Hügli am Mittwoch mitteilte. Der Akquisitionseffekt aus dem im Dezember 2014 getätigten Zukauf (primaVita) wird auf 5,8 Mio CHF beziffert. Belastet habe dagegen ein «massiver» negativer Währungseffekt von -9,6%.

In Aussicht gestellt wird für das Gesamtjahr ein organisches Umsatzwachstum in der Grössenordnung von +6%. Die genannte Übernahme werde zudem einen Umsatzzuwachs von zusätzlich rund +5% ergeben, wie es heisst. Die organische EBIT-Wachstumsrate sollte leicht überproportional zum Umsatz steigen. Der geplante Ergebnisbeitrag der Akquisition werde im Integrationsjahr jedoch aufgrund von Einmalkosten nicht wesentlich ausfallen, heisst es.

Profitables Wachstum 2014
Auch das Jahr 2014 hat sich dynamisch entwickelt: Der Umsatz nahm um 2,6% auf 377,0 Mio CHF zu, organisch resultierte ein Plus von 3,6%. Damit hat das Management um CEO Thomas Bodenmann das selbst gesteckte Ziel mehr als erfüllt: Bekanntlich wurde ein organisches Umsatzwachstum auf dem Niveau von 2013 (+2,4%) in Aussicht gestellt.

Auch wenn die operativen Kosten unter anderem aufgrund eines höheren Personalbestands in Deutschland über dem Vorjahreswert zu liegen kamen, zeigt sich beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT mit 32,3 Mio CHF ein solides Plus von 10%. Hügli führt dies zu einem grossen Teil auf Effizienzverbesserungen in den Ländern Italien, Grossbritannien und Tschechien zurück. Die entsprechende Marge legte auf 8,6% von 8,0% im Vorjahr zu. Damit kam sie wie vom Management in Aussicht gestellt im mittleren Bereich des strategischen Zielkorridors (8-9%) zu liegen.

Der Konzerngewinn legte wegen eines deutlich tieferen Zinsaufwands gar um 13% auf 23,4 Mio CHF zu. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Schätzungen der ZKB und der Bank Vontobel bei EBIT allerdings nur knapp erreicht, beim Reingewinn sogar verfehlt. Den Aktionären soll eine höhere Brutto-Dividende von 16,00 CHF je Anteil nach 14,00 CHF im Vorjahr ausgezahlt werden.

Zugpferd Brand Solutions schwächelt
Bei der Entwicklung der einzelnen Segmente zeigten sich einige Auffälligkeiten. So verlangsamte der bisherige Wachstumstreiber Brand Solutions mit einem Umsatz von 56 Mio CHF (+7,7% zum Vorjahr) im zweiten Halbjahr 2014 merklich. Lag die Wachstumsrate im ersten Semester noch bei 10%, waren es in der zweiten Jahreshälfte nur noch 4,4%.

Auf der anderen Seite beschleunigte sich das Wachstum im Segment Private Label massiv (H1 +1,4% vs. H2 +20%), was unter anderem auf das temporäre Wegfallen eines Mitbewerbers in Deutschland und in der Folge zur Übernahme von Aufträgen «signifikanter» Grössenordnung zurückgeführt wird. Die Division Food Industry erreichte 2014 ein organisches Wachstum von +0,7% und konnte damit nach zwei negativen Jahren eine Trendwende herbeiführen.

Deutscher Markt erneut stark
Im Hinblick auf die ausgewiesenen Regionen zeigt sich eine erneut starke Umsatzentwicklung im grössten Segment Deutschland (+6,0% auf 229,0 Mio CHF; organ. +7,3%). Haupttreiber des Wachstums war dabei die bereits erwähnte Division Private Label. Das Betriebsergebnis EBIT ging allerdings um 4,3% auf 20,5 Mio zurück und die entsprechende Marge auf 9,0% von 9,9%. Neben tariflichen Lohnerhöhungen und Personalaufbau (+4,3%) wird dies insbesondere auf einen veränderten Produktemix zurückgeführt.

Im Segment Schweiz/Übriges Westeuropa schrumpfte der Umsatz zwar um 1,2% auf 117,9 Mio CHF (organ. -1,9%), der EBIT hat aber um rund die Hälfte auf 10,4 Mio zugenommen. Im Segment Osteuropa war der Umsatz mit 30,1 Mio CHF ebenfalls rückläufig (-5,8%; organ. -0,8%), aber auch hier wurde die Profitabilität gesteigert (EBIT +66% auf 1,4 Mio). (awp/mc/upd/ps)

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