Implenia einigt sich mit Rössler

Implenia
(Foto: Implenia)

Dietikon – Im Streit zwischen der Aktionärsgruppe Veraison/Rössler und dem Baukonzern Implenia kommt es zu einer überraschenden Wende. Ankeraktionär Rössler sich mit Implenia am Wochenende über die Zukunftspläne geeinigt. Darauf hat Veraison nun seine Beteiligung von 1,9 Prozent an der Baugesellschaft verkauft.

Nach konstruktiven Gesprächen mit der Implenia und den positiven Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Einbezug aller Aktionärsinteressen bei der Gestaltung der Zukunft für die Entwicklungsdivision habe Veraison seine Beteiligung an Implenia verkauft, teilte die Investmentgesellschaft am Montag mit.

Veraison freue sich auch, dass der Ankeraktionär (die Parmino Holding und Max Rössler) wieder in einem guten Einvernehmen mit der Implenia stehe, heisst es weiter. Grossaktionär Max Rössler hatte sich am Wochenende mit Implenia geeinigt.

Rössler und Veraison lagen mit dem Verwaltungsrat von Implenia seit einiger Zeit im Streit um die Strategie des Baukonzerns. Implenia hatte vor kurzem an einer Investorenveranstaltung angekündigt, eine separate Immobiliengesellschaft zu gründen, in der ein Teil des Immobilienportfolios ausgegliedert werden soll. Daran sollen sich laut den Plänen ausgewählte institutionelle Investoren beteiligen können.

Dies ging der Aktionärsgruppe Veraison/Rössler zu wenig weit. Der Aktionärsgruppe von Veraison und Rössler ging das zu wenig weit. Sie forderte eine Immobiliengesellschaft, bestehend aus dem gesamten Portfolio mittels eines Spin-off, und eine „unverzügliche“ Börsen-Kotierung. Die Abspaltung solle mit einer Aktiendividende oder einer ähnlichen Struktur erfolgen.

Antrag auf ao GV zurückgezogen
Rössler und seine Parmino Holding hatten darauf eine ausserordentliche Generalversammlung verlangt. Diesen Antrag haben Rössler und Veraison nun am Wochenende zurückgezogen. Zudem löst Rössler die mit dem aktivistischen Investor Veraison gebildete Aktionärsgruppe auf. Die Gruppe hielt zusammen 18,1 Prozent am Implenia-Kapital.

Implenia wird andererseits bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung keine Schritte unternehmen, welche die Beteiligung Rösslers und anderer Aktionäre an der ins Auge gefassten abgespaltenen Immobilienholding beeinträchtigen könnten.

Der Implenia-Verwaltungsrat und sein Grossaktionär wollen sich gemäss der Mitteilung nun Zeit nehmen, um die beiderseitigen Vorschläge für die Ausgliederung des Immobiliensektors und mögliche weitere Optionen zu diskutieren. Ziel sei ein Konsens. Noch am Montag waren Gespräche des Implenia-Verwaltungsrats mit Rösslers Parmino und der Beteiligungsgesellschaft Veraison geplatzt. (awp/mc/ps)

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