Importprodukte: SKS fordert weitere Preissenkungen

Prisca Birrer-Heimo

SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo.

Bern – Vor genau einem Jahr wurden am runden Tisch unter der Leitung von Bundesrat Schneider-Ammann Lösungen im Kampf gegen überteuerte Importprodukte gesucht. Die Bilanz nach einem Jahr ist durchzogen: In einigen Branchen kam es durchaus zu Preissenkungen, bei anderen Produktsegmenten tat sich wenig. Eine Umfrage der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) zeigt: Insbesondere bei  Schuhen, Kleidern, Zeitschriften und Pflegeprodukten bezahlen Schweizerinnen und Schweizer häufig immer noch deutlich mehr als Konsumenten im benachbarten Ausland.

Vor genau einem Jahr wurden unter der Leitung von Bundesrat Schneider-Ammann an dem runden Tisch, zu welchem die SKS aufgerufen hatte, zum Thema Frankenstärke Lösungen für die Bekämpfung von überteuerten Importprodukten diskutiert. Die Bilanz nach einem Jahr ist durchzogen: In einigen Sektoren (zum Beispiel bei Neuwagen) wurden Währungsvorteile zumindest teilweise weitergegeben und auch weitere Preissenkungen gemacht, bei anderen Importprodukten tat sich wenig. Eine von der SKS im Juli 2012 durchgeführte Umfrage bei Konsumentinnen und Konsumenten zeigt: Insbesondere bei Schuhen, Kleidern, Zeitschriften und Pflegeprodukten bezahlen Schweizerinnen und Schweizer häufig immer noch deutlich mehr als Konsumenten im benachbarten Ausland. Die SKS hat einige besonders stossende Beispiele zusammengestellt.

«Klarer Fall»
Für SKS-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo ist der Fall klar: „Auch wenn in der Schweiz im Vergleich zum Ausland höhere Kosten anfallen: Solche massive Preisunterschiede bei importierten Produkten lassen sich durch nichts rechtfertigen. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass das Kartellgesetz verschärft wird.“ Gefordert sind nun die Mitglieder der Wirtschaftskommission des Ständerates: Sie beraten am 28. August 2012 über die Revision des Kartellgesetzes und die Motion „Kartellgesetzrevision gegen unzulässige Preisdifferenzierungen“. (SKS/mc/ps)

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