Interroll erzielt 2020 Ergebnis auf Rekordniveau

Interroll erzielt 2020 Ergebnis auf Rekordniveau
Interroll-CEO Paul Zumbühl. (Foto: Interroll)

Sant’Antonino – Der Logistiktechnik-Anbieter Interroll hat im vergangenen Geschäftsjahr 2020 trotz des Rückgangs beim Umsatz ein Rekordergebnis eingefahren. Die Gewinnzahlen liegen klar über den Schätzungen und die Dividende wird deutlich angehoben. Für das laufende Jahr bleibt Interroll vorsichtig optimistisch und will die Kapazitäten ausbauen.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) legte um 20 Prozent auf 115,4 Millionen Franken zu und der EBIT um 30 Prozent auf 94,1 Millionen, wie das in der Fördertechnik, Intra-Logistik und Automation tätige Unternehmen am Freitag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 71,1 Millionen Franken, das ist ein Plus von 28 Prozent.

Dividende deutlich erhöht
Die Dividende steigt deutlich auf 27,00 Franken von 22,50 Franken im Vorjahr. Mit den Gewinnzahlen hat Interroll die Erwartungen der Analysten klar übertroffen und auch die Ausschüttung liegt höher als geschätzt.

Bereits bekannt war der Umsatz. Wegen des starken Franken sank der Nettoumsatz um 5,2 Prozent auf 530,6 Millionen Franken, während in Lokalwährungen ein Plus von 0,9 Prozent resultierte. Der Bestellungseingang stieg in Franken minimal um 0,3 Prozent auf 547,8 Millionen und in Lokalwährung um deutlichere 6,6 Prozent.

Deutliche Absatzsteigerung in Nord- und Südamerika
Dabei hatte sich regional eine deutlich unterschiedliche Entwicklung gezeigt. Während EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) im Gesamtjahr klar konsolidierte, stieg der Absatz in Nord- und Südamerika merklich. In der Region Asien-Pazifik seien im Vorjahr Grossaufträge verbucht worden, die sich nicht wiederholten. Trotzdem sei in Lokalwährung eine leichte Steigerung erreicht worden, in Franken jedoch ein Rückgang.

Interroll hat 2020 in die Produktion investiert. In den USA wurde ein zweites eigenes Produktionswerk am Standort Hiram fertiggestellt. Der Bau des Werks in Mosbach, Deutschland, sei im Berichtsjahr weit vorangeschritten. Für 2022 ist zudem ein eigenes, neues Werk für Suzhou in China geplant.

Vorsichtiger Optimismus
Beim Ausblick zeigt sich das Unternehmen trotz gemischter kurzfristiger Signale vorsichtig optimistisch. Der Start ins Geschäftsjahr 2021 sei positiv gewesen. Zwar würden wichtige Kernmärkte, wie etwa Deutschland, immer noch unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie leiden. Die mittelfristige Marktnachfrage nach Interroll-Lösungen bleibe jedoch überproportional stark.

Aufgrund der nachhaltigen Expansion von Interroll sei es notwendig die Kapazitäten zu erweitern. Für das laufende Jahr plant Interroll die Ergänzung der Technologieplattform um eine neue Sorter-Lösung für das Basissegment und einer neuen Generation an Gurtkurven. (awp/mc/pg)

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