Interroll ist gut ins laufende Jahr gestartet

Ingo Steinkrüger
Ingo Steinkrüger, CEO Interroll. (Foto: Interroll)

Sant’Antonino – Der Anbieter von Logistiktechnik Interroll ist gut ins laufende Jahr gestartet. «Wir sind aus dem letzten Jahr sehr gut ins Jahr 2022 eingestiegen und wir werden weiter beobachten, wie sich das Jahr aufgrund der Rahmenbedingungen weiter entwickeln wird», sagte Konzernchef Ingo Steinkrüger in einem am Sonntagabend veröffentlichten Interview mit «Cash».

Im Projektgeschäft, dazu zählten Förderer, Sorter und Palettenförderungslösungen, sehe Interroll jüngst eine etwas verhaltenere Investitionstätigkeit. «Das eine oder andere Projekt wird geschoben, aber wir haben keine Absage eines Projektes oder Stornierung eines Auftrages erhalten. Insofern schauen wir weiter verhalten optimistisch in die Zukunft», sagte der CEO.

Interroll sei bezüglich der Angebotspipeline vorsichtig optimistisch. Der Bedarf an Automatisierung werde nicht abnehmen. «Wir hören von überall den Mangel an Arbeitskräften. Der wird unserer Meinung nach nicht verschwinden», sagte Steinkrüger. Die Lösungen von Interroll hätten langfristig ein Potenzial, diese Krise zu meistern.

Interroll wolle im Bereich der Intralogistik rund 50 Prozent stärker wachsen als der Markt, sagte Steinkrüger. Der Markt sei nicht nur das Paket- oder Briefgeschäft. Vielmehr sei das Unternehmen in acht verschiedenen Industrien unterwegs und werde dieses Jahr wieder innovative Produkte einführen. «In Kürze etwa hygienische Förderlösungen für den Lebensmittelbereich», sagte der CEO. Zudem werde Interroll gemäss Investitionsplan 50 Millionen Franken investieren.

Höhere Materialpreise
Zum Problem der Lieferschwierigkeiten sagte Steinkrüger: «Wir sind froh, dass wir aktuell nur mit Marktpreisen Herausforderungen sehen.» 2021 habe Interroll wegen der schwierigen Materialverfügbarkeit teilweise viel Geld bezahlen müssen. Im laufenden Jahr habe sich die Versorgungssicherheit stabilisiert. Interroll sei bezüglich der Lieferkette gut aufgestellt und vernetzt. Aber auch Interroll müsse die höheren Materialpreise an die Kunden weitergeben. Ein Grossteil der Kunden reagiere aber mit Verständnis.

Im dritten Quartal werde Interroll wie vorgesehen in China ein Werk eröffnen. Dieses werde eines der grössten der Gruppe sein. Interroll produziere vor Ort für den chinesischen Markt. Das Werk werde aber auch in der Lage sein, den gesamten asiatischen Markt versorgen zu können.

Bezüglich Zukäufen sagte Steinkrüger, Interroll sei ständig im Beobachtungsmodus. «Wir sind aber aufgrund unseres organischen Wachstums nicht zwangsläufig darauf angewiesen.» (awp/mc/ps)

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