Interroll übernimmt Gurtkurven-Hersteller Portec

Paul Zumbühl

Interroll-CEO Paul Zumbühl.

Sant’Antonino – Die Interroll Gruppe, ein weltweit führender Hersteller von Schlüsselprodukten für die interne Logistik, erweitert mit der erklärten Übernahme der Portec Inc. (Cañon City, Colorado, USA) sein weltweites Angebot im Bereich hoch effizienter Gurtkurven und anderen Förderlösungen. Gleichzeitig verstärkt das Unternehmen mit dieser strategischen Akquisition seine Geschäftsaktivitäten und Marktpräsenz in Nordamerika. Interroll finanziert die Übernahme aus liquiden Mitteln. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb erfolgt auf den 1. Juli 2013.

Die Akquisition in den USA ist ein weiterer Meilenstein bei der langfristig angelegten Strategie der Interroll Gruppe, ihre weltweite Führungsrolle bei intralogistischen Schlüsselprodukten auszubauen. Mit über 60.000 Installationen gehören die Gurtkurven von Portec seit Jahrzehnten zu den branchenweit führenden Produkten – vor allem auf Flughäfen, in Distributionszentren und bei Kurier- und Postdienstleistern. „Das Produktportfolio von Portec bildet eine hervorragende Ergänzung zu unserem bestehenden Lösungsangebot. Die technologische Kompetenz, die Portec bei Gurtförderlösungen für schwere und mittelschwere Stückgüter  besitzt, wird uns künftig in die Lage versetzen, weltweit neue Anwendungsbereiche bei unseren Kunden zu erschliessen. Gleichzeitig wird die starke US-Präsenz von Portec unseren Zugang für weitere Produkte deutlich erleichtern und beschleunigen“, erklärt Paul Zumbühl, Chief Executive Officer von Interroll.

Flughafen–Gurtkurven seit 1957     
Portec gehört nicht nur zu den technologisch führenden, sondern auch traditionsreichsten Anbietern von Gurtkurven. Erste Produktentwicklungen gehen bis in das Jahr 1957 zurück. Seit dieser Zeit hat das Unternehmen sein Produktangebot kontinuierlich weiterentwickelt. Im Flughafenbereich sind die Lösungen von Portec  vor allem bei der Gepäckabfertigung im Einsatz – zum Beispiel bei Grossflughäfen in Hartsfield Airport Atlanta, O’Hare Airport Chicago, International Airport San Francisco und Philadelphia International Airport. Ausserdem sind Portec-Produkte bei Warendistributionszentren, Kurier- und Postdienstleistern im Einsatz. Beispiele sind Fedex und UPS. Neben der Herstellung und dem Vertrieb eigener Systeme ist das Unternehmen als Dienstleister auch erfolgreich im Ersatzteilgeschäft in den USA tätig – zum Beispiel als Lieferant hochwertiger Gurte, die in den Systemen von Drittanbietern zum Einsatz kommen.

Das Unternehmen hat im Jahr 2012 einen zweistelligen operativen Gewinn und einen Umsatz von rund 20 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Der Sitz von Portec befindet sich in Cañon City, Colorado, wo rund 100 Beschäftigte arbeiten. Eigentümer des Unternehmens ist die Investmentgesellschaft Incline Equity Partners mit Sitz in Pittsburgh, PA.

Gemeinsam zusätzliche Werte schaffen
Die Übernahme von Portec sorgt für weiteren Schub auf dem profitablen Wachstumskurs, den Interroll seit Jahren konsequent verfolgt.  „Wir haben sehr sorgfältig geprüft, welchen Wertzuwachs eine Übernahme von Portec bietet. Beide Unternehmen profitieren bei dieser Akquisition von einer Vielzahl von Vorteilen.  Durch die Integration in das globale Vertriebsnetz der Interroll Gruppe werden sich die Absatzmöglichkeiten der Produkte, die Portec herstellt und bislang vor allem in den USA anbietet, deutlich verbessern. Gleichzeitig kann Interroll seine Kunden auf der ganzen Welt in Zukunft noch umfassender bedienen.  Zudem werden die Bestandskunden von Portec nun einen einfachen und direkten Zugriff auf weitere Lösungen von Interroll erhalten“, so Paul Zumbühl.

„Die Integration von Portec in die weltweit führende Interroll Gruppe ist die beste Möglichkeit, unsere Wachstumschancen konsequent zu nutzen und unseren langfristigen Erfolg in einem globalisierten Markt fortzusetzen», sagt Marco A. Oropeza, CEO von Portec. „Unsere Kunden können nach der Integration in die Interroll Gruppe weiterhin auf unser Lösungsportfolio setzen – und gleichzeitig von einem starken Geschäftspartner profitieren, der komplementäre Lösungen, internationale Markt- und Branchenkompetenz sowie langfristige Stabilität bietet.“

Umsatz 2013 um 13% auf 307,2 Mio CHF gesteigert
Im Geschäftsjahr 2012 steigerte die Interroll Gruppe den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf CHF 307,2 Millionen. Der operative Gewinn (EBITDA) wuchs um 13,5 Prozent auf CHF 41,1 Millionen.  Heute zählt das Unternehmen rund 23.000 Kunden weltweit. Seit Jahren verfolgt Interroll einen konsequenten Expansionskurs als technischer Lösungsanbieter für die betriebsinterne Stückgutförderung – hierzu zählen auch gezielte Akquisitionen. Beispiele sind die Übernahmen von  SIPA in Frankreich (2000) zum Ausbau des Fliesslagergeschäftes, von Axmann (2003) in Sinsheim, D, und Jeffersonville/IN, USA mit einer innovativen Produktpalette von Sortern, Gurtkurven, Rollen- und Bandförderern sowie der im März 2006 erworbene deutsche Trommelmotorenhersteller BDL zur Verbesserung der Marktstellung im Lebensmittelbereich. Ausserdem erreichte Interroll mit der Übernahme der kanadischen Werner Motor Company Ltd. im Februar 2007 als Anbieter von Trommelmotoren für den Antrieb von Kassentisch-Förderbändern hier die Führungsposition im nordamerikanischen Markt. In Atlanta, Georgia, baut Interroll derzeit ein hochmodernes Regionales Kompetenzzentrum um die Kapazität für die Produktion von Fliesslagerlösungen zu erweitern. Mit der Übernahme von Portec wird Interroll nun auch bei Gurtförderern den nordamerikanischen Markt noch besser bedienen können. (Interroll/mc/ps)

Über Interroll
Interroll ist ein weltweit führender Spezialist für die interne Logistik. Börsennotiert und mit Hauptsitz in der Schweiz beschäftigt Interroll rund 1500 Menschen an 30 Standorten. Im Einsatz sind Interroll-Produkte bei führenden Marken wie Bosch, Peugeot, Coca-Cola, Red Bull, Coop, PepsiCo, Amazon, DHL, FedEx, Procter & Gamble, Siemens, Walmart und Yamaha. Das Geschäft konzentriert sich stark auf Flughäfen, Kurier/Express/Post, Distributionszentren und die Lebensmittelindustrie. Regionale Kompetenz- und Produktionszentren, globales Know-how, finanzielle Stabilität und eine solide Markenreputation machen Interroll zu einem starken Geschäftspartner und attraktiven Arbeitgeber.

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