IVF Hartmann erleidet im ersten Halbjahr Umsatz- und Gewinnrückgang

Claus Martini
Claus Martini, CEO IVF HARTMANN. (Foto: zvg)

Neuhausen – Der Medizinalbedarfhersteller IVF Hartmann hat im ersten Halbjahr 2021 mit verschiedenen Belastungsfaktoren zu kämpfen gehabt. In der Folge liegen Umsatz und Ergebnis per 30. Juni signifikant unter den Vorjahreswerten, teilte die Gesellschaft am Freitag mit.

Zu den Herausforderungen, mit denen sich die Gruppe im ersten Halbjahr konfrontiert sah, gehörte etwa eine stark gesunkene Nachfrage nach Schutzgütern. Dies hänge nicht zuletzt mit den Restriktionen zusammen, die das öffentliche Leben und die Aktivitäten der Gesundheitseinrichtungen in den ersten sechs Monaten 2021 bestimmten. Gleichzeitig hätten einzelne Kundengruppen im vergangenen Jahr hohe Lagerbestände aufgebaut, deren Abbau nun erfolgte.

EBIT fast halbiert
Nach ersten Berechnungen lag denn der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2021 bei 71,7 Millionen Franken nach 86,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der EBIT hat sich auf 4,7 Millionen Franken nahezu halbiert (H1 2020: 9 Millionen).

Gerade auf Gewinnweite hätten sich Wechselkurseinflüsse negativ bemerkbar gemacht, teilte die Gesellschaft weiter mit. Auch minderten durch Covid-19 bedingte höhere Beschaffungs- und Logistikkosten, die zum Teil nicht vollumfänglich oder nur verzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten, das Ergebnis im ersten Halbjahr.

Dennoch sei es der Gruppe gelungen, verschiedenen Absatzkanälen Marktanteilsgewinne zu erzielen.

Anfang März 2021 wurde am Standort Neuhausen am Rheinfall das neue hochautomatisierte Logistikzentrum in Betrieb genommen. Ein hoher Automatisierungsgrad und kurze interne Transportwege sollen laut Mitteilung den schnellen und effizienten Versand an die Kunden garantieren und eine erhöhte Versorgungssicherheit gewährleisten.

Neuausrichtung im Plan
Auch die Anfang März vollzogene Integration des Standorts Neuhausen in das neue Logistikzentrum verlief plangemäss. Mit der angekündigten Neuausrichtung der Produktion liege man zwar ebenfalls im Plan, allerdings habe die Bildung einer Restrukturierungsrückstellung den EBIT zusätzlich belastet.

Operativ sei die Gruppe «solide unterwegs und durch die umgesetzten strategischen Massnahmen auch gut positioniert für weiteres profitables Wachstum», hiess es in der Mitteilung weiter. Für das zweite Halbjahr 2021 gehe man von einem EBIT aus, der höher ist als im ersten Halbjahr 2021. Für das gesamte Geschäftsjahr 2021 wird allerdings ein Umsatz und ein EBIT erwartet, welche signifikant unter denen des Vorjahres liegen werden. (awp/mc/pg)

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