IVF Hartmann erwartet kräftiges Wachstum und höheren Gewinn

Claus Martini
Claus Martini, CEO IVF HARTMANN. (Foto: zvg)

Neuhausen – Der Medizinalbedarf-Hersteller IVF Hartmann profitiert weiterhin von der Corona-Pandemie und erhöht deshalb die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2020. Der Treiber für das Geschäft ist das Infektionsmanagement.

Die Umsatzentwicklung war bereits im ersten Semester signifikant durch die Auswirkungen der Covid-Pandemie geprägt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Kräftig zugelegt hat der Verkauf von Desinfektionsmitteln, Handschuhen oder OP-Bedarf, was im Segment Infektionsmanagement zusammengefasst wird. Pandemiebedingt rückläufig waren hingegen andere Bereiche wie zum Beispiel das Wundmanagement.

Diese Entwicklung habe sich in den ersten Monaten des zweiten Halbjahres noch stärker als angenommen fortgesetzt, heisst es nun. So wird der Geschäftsgang im Oktober bezogen auf den Umsatz und das Ergebnis als „äusserst erfreulich und signifikant über den Erwartungen“ bezeichnet.

Prognose über 2020 hinaus schwierig
Die derzeitige Volatilität der Märkte und der Versorgungsketten erschwert zwar laut IVF eine Prognose des Geschäftsverlaufs über das Jahr 2020 hinaus erheblich. Für das laufende Jahr bestätigt das Unternehmen aber die bereits vor gut zwei Monaten geäusserte Erwartung eines starken Umsatzwachstums.

Deutliche Gewinnsteigerung erwartet
Gleichzeitig wird die Vorhersage für den Betriebsgewinn (EBIT) erhöht. Dieser sollte demnach in den Bereich von 21 bis 24 Millionen Franken zu liegen kommen nach 14,4 Millionen im Vorjahr. Anfang September ging IVF noch lediglich von einem leicht wachsenden Betriebsergebnis aus.

Darüber hinaus sieht sich IVF Hartmann dank der Umsetzung der Strategie 2020 für die weitere Geschäftsentwicklung gut positioniert. Die Umsetzung der genannten Strategie sollte mit der Inbetriebnahme des Logistics Center Switzerland (LCS 2020) im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden.

Derzeit werde die Strategie für die darauffolgenden Jahren entwickelt, welche auf die erarbeiteten Schwerpunkte der letzten Jahre aufbauen soll. Der Fokus soll dabei insbesondere auf Kundenlösungen wie beispielsweise digitale Lösungen oder Logistik- und Versorgungslösungen für B2B liegen oder auf der Stärkung des Endkundengeschäftes (B2C sowie online). Auf allen Kundenkanälen soll dabei das Marktwachstum übertroffen werden. (awp/mc/pg)

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