IVF Hartmann erzielt wegen höherer Kosten 2025 weniger Gewinn

IVF Hartmann erzielt wegen höherer Kosten 2025 weniger Gewinn
IVF Hartmann in Neuhausen. (Foto: IVF)

Neuhausen am Rheinfall – Der Medizinalbedarfhersteller IVF Hartmann hat 2025 wie in Aussicht gestellt weniger Gewinn gemacht. Vor allem höhere Beschaffungskosten hätten dazu beigetragen. Den Umsatz konnte das Unternehmen dagegen leicht erhöhen.

Wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht, setzte IVF Hartmann 2025 161,7 Millionen Franken um. Das waren 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei sei es der Gruppe gelungen, in einem anspruchsvollen Marktumfeld trotzdem weitere Marktanteile in den meisten Absatzmärkten zu gewinnen. Auch ein konsequentes Kostenmanagement habe sich vorteilhaft auf die Entwicklung und auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe ausgewirkt.

Mit Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder verbuchte das Segment Wundversorgung einen klaren Umsatzrückgang um 12,1 Prozent auf knapp 39 Millionen. Dies habe vor allem an der Produktgruppe Taktische Einsatzmedizin gelegen, die weniger Grossaufträge ausgeliefert habe.

Dagegen zogen die Einnahmen in den Segmenten Inkontinenzmanagement und Infektionsmanagement jeweils an. In beiden Bereichen hebt IVF die Neukundengewinnung positiv hervor.

Höhere ordentliche Dividende
Derweil war der Betriebsgewinns auf der Stufe EBIT tiefer als 2024. Konkret kam er bei 21,2 Millionen Franken zu liegen, ein Rückgang um 8,0 Prozent. Die EBIT-Marge sank auf 13,1 Prozent von 14,5 Prozent im Vorjahr, so die Angaben weiter. Vor allem höhere Beschaffungskosten drückten auf die Profitabilität.

Unter dem Strich erreichte IVF Hartmann einen Konzerngewinn von 18,3 Millionen Franken. Das ist ein Minus von 9,9 Prozent.

Den Aktionären wird die Ausschüttung einer Dividende von 3,80 Franken je Aktie vorgeschlagen. Im Vorjahr hatte die Gruppe eine ordentliche Dividende von 3,20 Franken je Namenaktie und eine Sonderdividende von 3,00 je Namenaktie ausgeschüttet.

Für das laufende Geschäftsjahr geht IVF Hartmann davon aus, Umsatzerlöse über dem Niveau des Geschäftsjahres 2025 zu erzielen. Der EBIT dürfte auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Allerdings setze dies voraus, dass es zu keinen gravierenden Verwerfungen auf der Marktseite komme. Auch sei die Umsatzprognose bereinigt um das volatilere Geschäft mit der Produktgruppe Taktische Einsatzmedizin.

Wie bereits bekannt, stellt sich Martin Walther nicht mehr der Wiederwahl in den Verwaltungsrat. Das Gremium beantragt nun die Neuwahl von Katharina Reus. (awp/mc/ps)

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