JLL: Hotellerie Genf und Zürich – Der lange Weg zurück

JLL: Hotellerie Genf und Zürich – Der lange Weg zurück
(Foto: ©Alain D. Boillat / Hotelleriesuisse)

Zürich – Die Tourismusindustrie gehört zweifellos zu den Branchen, welche von der COVID-19 Pandemie am stärksten betroffen sind. JLL hat die Falltiefe und Erholung der Hotellerie in Genf und Zürich detailliert beobachtet.

Zuletzt war positiv hervorzugeben, dass sich die Erholungstendenzen, welche im Mai erstmals erkennbar waren, fortgesetzt haben. Die Auslastungsraten in Genf und Zürich sind leicht gestiegen, befinden sich aber nach wie vor unter 20%. In Zürich haben mittlerweile wieder rund 40% der Hotels ihren Betrieb aufgenommen, während in Genf erst 20% der Hotels geöffnet sind.

Die Talsohle mag durchschritten sein. Der Weg bis zur vollständigen Erholung scheint aber von längerer Dauer zu sein. Beide Wirtschaftszentren sind wesentlich von ausländischen Gästen und dem Geschäftstourismus abhängig. Die Einschränkungen von Reisetätigkeiten und die Absage von Grossanlässen wie der Eishockey WM, Autosalon oder Uhrenmesse sowie unzähligen kulturellen Veranstaltungen und beruflichen Kongressen trifft die Destinationen mit internationaler Ausrichtung hart. Dies zeigt sich auch bei der Kennzahl „Erlös pro verfügbares Zimmer“ (RevPAR), welcher in beiden Städten seit März arg getaucht ist. Insbesondere in Genf waren üblicherweise während dem Autosalon Höchstwerte erzielbar, welche nun dieses Jahr und auch 2021 wegfallen werden.

Entwicklung RevPAR (Quelle: STR, JLL)

Die Anzahl Logiernächte durch ausländische Gäste sank in der Schweiz im April auf unter 4% im Vergleich zum Vorjahresmonat und erreichte damit den Tiefststand. Im Juni wurden dann immerhin 274‘000 Logiernächte von ausländischen Gästen verzeichnet, was allerdings nur 12% der Übernachtungen vom Juni 2019 darstellen. Die Logiernächte durch Schweizer Gäste durchschritten im April mit 13% im Vergleich zur Vorjahresperiode ebenfalls die Talsohle, im Mai erfolgte dann eine Erholung auf 44% und im Juni gar auf 75% der Jahreszahlen. Davon profitierten allerdings vorwiegend andere Tourismusregionen als die beiden Wirtschaftszentren.

Das monatliche Update mit diversen Kennziffern zu den Hotelmärkten in Genf und Zürich kann auf https://www.jll.ch/de/trends-and-insights/research bezogen werden. (JLL/mc/ps)

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