Jobaussichten haben sich laut Manpower wieder verschlechtert

Jobaussichten haben sich laut Manpower wieder verschlechtert
(Bild: Kai Kalhh / Pixabay)

Zürich – Nach dem Hoffnungsschimmer im Herbst haben sich die Beschäftigungsaussichten für das Startquartal 2021 wieder eingetrübt. Nur noch 8 Prozent der Firmen rechnen mit der Einstellung von mehr Personal.

Dagegen erwarten nach wie vor 12 Prozent der Unternehmen einen Stellenabbau, wie das am Dienstag veröffentlichte, vierteljährlich erhobene Arbeitsmarktbarometer des Personalvermittlers Manpower zeigt. Um saisonale Einflüsse wie Ferien oder Jahreszeitenwechsel bereinigt, ergibt sich daraus ein Nettowert von -4 Prozent. Vor drei Monaten hatte der Wert noch bei +1 Prozent gelegen.

Die Coronakrise trifft vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen KMU. Hier gehen mehr Firmen von Stellenreduktionen aus als von Einstellungen (-6 Prozent). Dagegen wollen die Grosskonzerne Arbeitsplätze schaffen (+13 Prozent), wie Manpower ermittelte.

Am düstersten sind die Aussichten im Gastgewerbe, das unter den Beschränkungen und Zwangsschliessungen in der zweiten Coronawelle leidet. Hier wollen ein Drittel der Betriebe Leute auf die Strasse stellen. Auch im Baugewerbe wird der Personalbestand gekürzt (-6 Prozent). In dieser Branche sind die Einstellungsaussichten jetzt im vierten Quartal in Folge negativ.

Mehr Jobs bei Banken und Versicherungen
Dagegen sieht es in der Finanzbranche und bei den Unternehmensdienstleistungen gut aus (+3 Prozent). Auch in der Industrie gibt es ein leichtes Plus (+1 Prozentpunkte).

In fünf von sieben Grossregionen ist die Lage negativ. Am pessimistischsten ist die Nordwestschweiz mit einem Minus von 11 Prozent. Auch in der Zentralschweiz (-9 Prozent) und im Espace Mittelland (-7 Prozent) sieht es trübe aus. Nur in der Ostschweiz (+ 9 Prozent) und in Zürich (+2 Prozent) wollen mehr Unternehmen Leute anheuern als abbauen.

Schweiz ganz hinten
Damit liegt die Schweiz auf dem drittletzten Platz der untersuchten 43 Länder in der Manpower-Studie. Schlechter sieht die Lage nur in den Panama (-7 Prozent) und Grossbritannien (-6 Prozent) aus. Nachbarland Österreich ist auch Tabellennachbar der Schweiz (-2 Prozent).

Dagegen gewinnen die Nachbarn Deutschland (+8 Prozent) und Italien (+3 Prozent) wieder an Vertrauen. Unverändert präsentiert sich die Situation in Frankreich. (awp/mc/ps)

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