Kaba: Vergleichbarer Umsatz bei 465 Mio CHF gehalten

Riet Cadonau

Kaba-CEO Riet Cadonau.

Rümlang – Der Sicherheitstechnik-Konzern Kaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 (per 31.12.) den Umsatz (auf vergleichbarer Basis) gehalten, organisch und währungsbereinigt dagegen zugelegt. Der operative Gewinn auf Stufe EBIT fiel ebenfalls etwas höher aus als im Vorjahr, wogegen der Reingewinn leicht zurückging. Für das Gesamtjahr stellt Kaba ein leichtes Umsatzwachstum in Aussicht sowie eine gegenüber dem Halbjahr leicht rückläufige Marge.

Der Umsatz sank im ersten Semester um 17% auf 464,8 Mio CHF, auf vergleichbarer Basis – d.h. unter Ausklammerung der verkauften Sparte Door Automation – war er indes in etwa gehalten. Inklusive Akquisitionen ergab sich ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 10,4%, rein organisch waren es 4,6%, wie Kaba am Montag mitteilte.

Margen in etwa stabil
Der vergleichbare EBIT verbesserte sich leicht auf 64,6 Mio CHF und die EBIT-Marge auf 13,9 von 13,5%. Die um den Verkauf des Business Segments Door Automation bereinigte EBITDA-Marge ging dagegen auf 16,5 von 16,9% etwas zurück. Der Reingewinn reduzierte sich um gut 2% auf 43,8 Mio. Mit den vorgeleten Zahlen hat Kaba die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 456 Mio, für den EBIT bei 60 Mio und für den Reingewinn bei 41 Mio.

Die beiden Business Segmente Access + Data Systems EMEA/Asia Pacific und Americas hätten ein «erfreuliches» organisches Umsatzwachstum gezeigt mit «überzeugenden» Margen. Die EBITDA-Margen lagen in der Region EMEA/Pacific bei 14,7% (VJ: 13,7%) und in der Region Americas bei 21,7% (21,8%). Ein gutes organisches Wachstum mit hohen operativen Margen wies gemäss Kaba auch das Business Segment Industrial Locks auf. Die EBITDA-Marge ging hier allerdings wegen höherer Materialkosten bei der chinesischen Tochtergesellschaft auf 25,3 von 29,2% zurück.

Frühzyklischer Bereich mit Anzeichen einer Konjunkturerholung
Im Ergebnis des Business Segments Key Systems machten sich den Angaben zufolge aufgrund des frühzyklischen Charakters bereits erste Anzeichen einer Konjunkturabschwächung bemerkbar. Die EBITDA-Marge reduzierte sich hier auf 10,6 von 13,9%. Der negative Währungseinfluss lag in drei der Divisionen im Bereich von 12 bis 13%, einzig im Segment Access + Data Systems EMEA/Asia Pacific fiel er mit gut 6% etwas geringer aus.

Kaba hatte im Januar 2011 das Geschäftssegment Door Automation an die japanische Nabtesco Gruppe verkauft, wobei sich der Verkaufspreis in der konsolidierten Konzernrechnung 2010/2011 als einmaliger Gewinn von über 100 Mio CHF niedergeschlagen hatte. Kaba bezeichnet die eigene Bilanz als «sehr solide». Die Nettoverschuldung per Ende Dezember 2011 lag bei 68,7 Mio, Ende Juni 2011 betrug sie 32,8 Mio CHF. Damit sei man für künftige Herausforderungen gut gerüstet, heisst es.

Wachstum im Gesamtjahr erwartet
Für das Gesamtjahr 2011/12 rechnet Kaba mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von rund 5% einschliesslich der im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen. Die EBITDA-Marge dürfte im Geschäftsjahr zwischen 15 und 16% zu liegen kommen. Für die beiden Business Segmente Access + Data Systems sowie das Segment Industrial Locks werde auch im zweiten Semester ein «organisches Wachstum mit soliden Margen» erwartet. Im Segment Key Systems seien gezielte Massnahmen eingeleitet worden, um die Kosten zu senken und die Margen wieder zu stärken, heisst es. (awp/mc/ps)

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