Klimastiftung Schweiz: 1.4 Mio Franken für innovative und sparsame KMU

Vincent Eckert

Zürich – Die Klimastiftung Schweiz hat am Montag 20 Kleinen und Mittleren Unternehmen insgesamt 1,4 Mio Franken Unterstützung zugesprochen. Die KMU steigern ihre Energieeffizienz oder entwickeln klimafreundliche Produkte. Zu letzteren gehören auch zwei Firmen, die besonders leistungsfähige Sonnenkollektoren auf den Markt bringen wollen.

Die Nutzung der Sonnenwärme für Heizungen hat in der Industrie noch ein grosses Potenzial. Allerdings müssen Sonnenkollektoren für die Industrie extrem leistungsfähig sein und Temperaturen von 120 bis 250 Grad Celsius erzeugen. Die Klimastiftung Schweiz unterstützt gleich zwei Schweizer Firmen, die Sonnenkollektoren mit einer so hohen Leistungsfähigkeit entwickeln. Dies sind die Zürcher NEP Solar AG und die Freesolar GmbH aus Rüschlikon (ZH). «Das Potenzial für CO2-Einsparungen ist bei diesen Projekten beträchtlich», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz. Neben den sechs Innovationsprojekten hat der Stiftungsrat am Montag, 14. Mai, der Unterstützung von 14 Effizienzprojekten zugestimmt. Darunter ist beispielsweise eine Heizungssanierung der Jugendherberge Davos oder eine Abgas-Wärmerückgewinnung beim Metallbeschichter Metal Paint AG im aargauischen Menziken. Die Effizienzprojekte sparen zusammen 2300 Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht dem CO2-Verbrauch von über 400 Schweizerinnen und Schweizern.

Grosse Dienstleister unterstützen klimafreundliche KMU
Die Klimastiftung Schweiz wird von 20 Partnerfirmen getragen. Dies sind grosse Dienstleistungsfirmen, die Rückerstattungen aus der CO2-Lenkungsabgabe freiwillig für den Klimaschutz einsetzen. Seit ihrer Gründung 2008 hat die Stiftung 128 Projekte mit insgesamt 5.5 Millionen Franken unterstützt und ist stark gewachsen. «Viele KMU sind sehr interessiert daran, die Energieeffizienz in ihrem Betrieb zu steigern», sagt Gabriele Burn, die Präsidentin der Klimastiftung Schweiz. Oftmals zahlen sich solche Massnahmen langfristig finanziell aus, weil etwa die Heizkosten sinken. «Die Klimastiftung Schweiz hilft den KMU dabei, die anfänglichen Investitionen zu tätigen und hilft ihnen damit wettbewerbsfähig zu bleiben», ergänzt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung. (KS/mc/hfu)

Über die Klimastiftung Schweiz
Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie steht unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen. Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffen. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz vollumfänglich für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer KMU ein.

Die Partner der Klimastiftung Schweiz
Allianz Suisse, Alternative Bank Schweiz AG, AXA Winterthur, Gebäude Versicherung Bern, Gebäudeversicherung Kanton Zürich, KPMG, Man Investments AG, Microsoft Schweiz, PartnerRe, Pictet & Cie, PricewaterhouseCoopers, Raiffeisen Schweiz, Sanitas Krankenversicherung, SAP (Schweiz) AG, Sarasin & Cie AG, Swiss Life, Swiss Re, Vaudoise Assurances, Bank Vontobel und XL Insurance sind Partner der Klimastiftung Schweiz.

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