KOF: Experten erwarten schwaches Wachstum 2012

Konjunktur CH

Zürich – Die Erwartungen der Schweizer Ökonomen hat sich weiter eingetrübt. Die 23 teilnehmenden Ökonomen des KOF Consensus Forecast (BEC) erwarten für 2012 noch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts um 0,6%, wie die KOF am Mittwoch mitteilte. Im September wurde noch von einer Zuwachsrate um 1,3% ausgegangen. Für das laufende Jahr wurde die BIP-Schätzung auf neu 1,7% von zuvor 1,9% gesenkt.

Vor allem die Erwartungen für die Entwicklung der realen Exporte sind gemäss Mitteilung abermals etwas schlechter. Hier lag der Consensus vor drei Monaten noch bei 3,4%, in der aktuellen Umfrage werden jedoch nur noch 2,9% Exportwachstum erwartet. Die Prognose für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen hätten die Wirtschaftsexperten ebenfalls nach unten korrigiert. Sie würden nun mit einem Anstieg von 3,2%, nach 3,8% im September rechnen. Trotz der etwas schlechteren BIP-Entwicklung würden die Experten weiterhin von einer Arbeitslosenquote von 3,1% ausgehen, so die Mitteilung weiter. Für die Inflation liege der Consensus bei 0,5%, was kaum eine Veränderung gegenüber der letzten Befragung (0,6%) sei.

Erwartungen für 2012 deutlich zurückgenommen
Die Erwartungen für 2012 sind deutlich zurückgenommen worden, teilt das KOF weiter mit. So hätten die Wirtschaftsauguren ihre Prognose für das BIP-Wachstum im kommenden Jahr auf 0,6% von 1,3% nach unten revidiert. Diese Einschätzung ergebe sich aus einer nur noch schwachen Zunahme der Exporte sowie der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen. Für 2012 wird laut KOF mit einem Exportwachstum von 0,2% (September: 2,1%) gerechnet. Bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen werde nur noch von einem Anstieg von 0,3% ausgegangen. Vor drei Monaten sei für 2012 noch eine Zunahme von 2,6% erwartet worden. Einhergehend mit der tieferen BIP-Wachstumsrate werde eine etwas höhere Arbeitslosenquote von 3,4% (September: 32%) und eine deutlich niedrigere Inflation von 0,2% (September: 0,9%) prognostiziert.

EUR/CHF-Kurs längerfristig bei 1,26 Franken

Die turbulente Börsenentwicklung der vergangenen Monate widerspiegle sich auch in den Erwartungen der Wirtschaftsexperten über die Entwicklung des SPI. In drei Monaten rechnen sie gemäss Mitteilung mit einem SPI-Stand von knapp 5’400 Punkten. Längerfristig seien die Erwartungen nur leicht zuversichtlicher. Laut Expertenmeinung dürfte der Index in den nächsten zwölf Monaten auf gut 5’750 Punkte ansteigen. Für den Wechselkurs des Frankens gegenüber dem Euro werde in drei Monaten einen Kurs von 1,24 und von 0,93 gegenüber dem Dollar erwartet. Längerfristig (in zwölf Monaten) wird gemäss Umfrage mit einem Kurs von 1,26 gegenüber dem Euro bzw. 0,94 gegenüber dem Dollar gerechnet.

Keine Änderung an der Zinsfront erwartet

Die Experten haben gemäss Umfrage weiter ihre Aussichten für die kurzfristigen Zinsen unverändert bei nahe null in drei Monaten belassen und bei 0,3% in zwölf Monaten. Die langfristigen Zinsen seien an das tiefere Niveau angepasst worden, So werde für den Kassazins der 10-jährigen Bundesobligation mit Werten von 1,1% in drei Monaten und 1,5% in zwölf Monaten.gerechnet. (awp/mc/ps)

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