KOF Konjunkturbarometer: Rückgang gestoppt

Konjunktur Schweiz

Zürich – Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF (ETH Zürich) hat im Februar seinen Abwärtstrend (vorerst) gestoppt. Erstmals seit Mai 2011 ist das Barometer wieder leicht gestiegen.
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ennoch bleibt der aktuelle Wert negativ: Im Vergleich zum Januar 2012 (–0,15, revidiert von –0,17) stieg er um 0,03 auf –0,12 Zähler.

Der aktuelle Stand signalisiere für die kommenden Monate einen weiteren leichten Rückgang des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) im Vorjahresvergleich, allerdings habe die Abwärtsdynamik nachgelassen, so die KOF in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der Februar-Wert liegt im Bereich der Prognosen: Von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen -0,20 bis -0,08 Punkten geschätzt.

Baugewerbe setzt Negativtrend fort
Das Barometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen. Deren Entwicklungen trugen folgendermassen zur Gesamtentwicklung des Barometers bei: Das Modul „Kern-BIP“ (Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe) erholte sich geringfügig gegenüber dem Vormonat, es bleibt allerdings negativ. Das Modul „Baugewerbe“ setzt laut KOF seinen Negativtrend fort, während das Modul „Kreditgewerbe“ einen anhaltenden Seitwärtstrend im positiven Bereich anzeigt.

Trendwende bei Messmodell Konsum
Das Modul „Kern-BIP“, das gut 90% der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung umfasst, dominiert das KOF Konjunkturbarometer. Die ihm zugrunde liegenden Messmodelle sind „Schweizer Industrie“, „Schweizer Konsum“ und „Exportdestination EU“. Der Abwärtstrend der beiden Messmodelle „Schweizer Industrie“ und „Exportdestination EU“ habe sich verlangsamt, während der Rückgang im Messmodell „Schweizer Konsum“ einer Aufwärtsbewegung gewichen sei. (awp/mc/ps)

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