KOF-Umfrage: Geschäftslage hellt sich auf, Erwartungen gedämpft

KOF-Umfrage: Geschäftslage hellt sich auf, Erwartungen gedämpft
(Adobe Stock)

Zürich – Die Schweizer Unternehmen haben ihre aktuelle Geschäftslage im Oktober wieder besser beurteilt. Sie blicken aber etwas weniger zuversichtlich in die Zukunft. Insgesamt bleibe die Aufwärtstendenz der Schweizer Wirtschaft intakt, teilte das KOF Institut am Mittwoch in der aktuellen Konjunkturumfrage mit.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen zeigte sich aber uneinheitlich. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich die Geschäftslage bereits den vierten Monat in Folge. Auch im Grosshandel, im Gastgewerbe und im Baugewerbe hellte sich die Geschäftslage auf.

Dagegen blicken Firmen im Detailhandel und bei den übrigen Dienstleistungen unverändert in die Zukunft. Auch die Finanz- und Versicherungsdienstleister zeigten sich stabil. Eine Eintrübung gab es derweil im Projektierungsbereich. «Insgesamt ist die Aufwärtstendenz in der Schweizer Wirtschaft derzeit weiterhin intakt», schlussfolgern die KOF-Forscher.

Ausblick leicht eingetrübt
Die Unternehmen blicken aber auf die kommenden sechs Monate etwas weniger zuversichtlich als bisher. Insbesondere die Industrieunternehmen zeigten sich pessimistischer, blieben aber grundsätzlich weiterhin positiv eingestellt.

Auch im Finanzsektor, im Baugewerbe und im Projektierungsbereich sind die Erwartungen weniger positiv. Im Gross- und Detailhandel sowie im Gastgewerbe und den übrigen Dienstleistungen nahm die Zuversicht hingegen zu.

Leicht mehr Einstellungen geplant
Die Unternehmen planen gemäss der Umfrage etwas häufiger Neueinstellungen. Dies gilt speziell für das Baugewerbe sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister.

Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe und im Gastgewerbe planen zudem seltener einen Personalabbau. Im Detailhandel sind dagegen häufiger Personalreduktionen vorgesehen.

Die Lohnerwartungen blieben gegenüber der Juli-Umfrage unverändert. Die Unternehmen rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem durchschnittlichen Anstieg der Bruttolöhne um 1,2 Prozent. Gleichzeitig erwarten sie eine Konsumentenpreisinflation von 1,3 Prozent, nach 1,2 Prozent im Juli. Damit gehen sie von annähernd stabilen Reallöhnen aus. (awp/mc/ps)

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